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Tag 14: Grächen-St.Niklaus-Randa-Zermatt

Weil auf einem Campingplatz können wir morgens wieder mal so richtig ausschlafen, was ich Clara auch versprochen hatte nach dem gestrigen Gewaltmarsch. So machen wir uns erst um halb 12 auf den Weg wieder bergab ins Tal nach St.Niklaus.
Der Ort ist wie ausgestorben, Samstags um die Mittagszeit. Wir kommen an einem kleinen Restaurant vorbei wo auf der Tafel Apfelstrudel beworben wird – da kann Clara natürlich nicht vorbei. Nach der Stärkung geht es nun die Matter-Visper entlang auf einem wenig schönen, teils asphaltierten Strasse. Eigentlich wäre es am schönsten gewesen von Brachen aus über den Europaweg in 2 Tagen nach Zermatt zu gehen. Aber weil dieser Weg zum Teil auf 2600m liegt und die Europahütte noch geschlossen hat haben wir uns für den Weg durchs Tal entschieden. Vorbei an grossen Kieswerken führt uns der Weg bis nach Randa. Dort finden wir noch einen kleinen Dorfladen und holen uns ein Zvieri: Eis, Salami, Brot und Apfel. Gestärkt geht es weiter, das Tal wird immer enger und auf den hohen Bergen links und rechts hängen imposante Gletscher und Eisfälle. Es geht durch einen großen Golfplatz, und vorbei an Täsch das wir links liegen lassen. Täsch besteht zur Hälfte aus einem riesen Bahnhof mit noch größeren Parkhäusern rund herum, weil nämlich Zermatt selbst autofrei sein soll müssen alle Gäste ihr Auto in Täsch abstellen und das letzte Stück mit dem Zug fahren. So kommt uns nun auf der letzten Etappe bis Zermatt alle 10min ein Zug entgegen. Bei einer der letzten Wegbiegungen vor Zermatt kommt schließlich das Matterhorn zum Vorschein. Wir spüren beide schon die letzten 2 Wochen in unseren Beinen aber dieser Anblick gibt uns nochmal die Kraft auch die letzten 30min bis Zermatt zu schaffen. Dort angekommen finden wir den Campingplatz noch geschlossen vor – macht erst ab 1.Juni auf (wobei er so aussieht als wäre der schon 10 Jahre zu). Also schauen wir mal ins Internet wo es halbwegs leistbare Zimmer gibt (selbst in Zermatt haben dis meisten Hotels noch zu). Wir probieren es im Hotel Welsch was sich als grosser Glücksgriff entpuppt! Wir bekommen günstig ein Studio mit Küche und Blick aufs Matterhorn! Heute also mal wieder richtig kochen und dann dinieren mit einer Flasche Rotwein auf der Terrasse mit Matterhornblick im Sonnenuntergang. Ein schöner Luxus nach 2 Wochen durch die halbe Schweiz wandern…

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