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Tag 19: Bortelhütte – Rosswald

Früh (um halb 10, Anm. Uli) gings heute weiter über Schneefelder, Schneefelder und nochmal Schneefelder. Haben fast doppelt so lange gebraucht wie es angeschrieben war, aber es hat sich gelohnt als wir auf der Bortelhütte ankamen. Dort wurden wir von einem freundlichen weissen Schäferhund und seinem Herrl, ein uriger Hüttenwirt, anerkennend empfangen. Leider befindet sich seine Küche gerade in Säcken vor der Hütte, abholbereit für den Hubschrauber, also kann er uns nichts Kochen. Aber es hat einen Winterraum mit kleinem Herd, also konnten wir uns selbst den mitgebrachten Reis kochen. Ein toller Raum, mit Fernseher mit DVD, Waschmaschine, Staubsauger,… sehr komfortabel! Ich kann meine nassen Socken auswringen und in der Sonne mit dem Wind sind sie schnell trocken! Sehr zur Verzweiflung aller Schuhverkäufer haben wir uns nur für einen Kategorie A Bergschuh entschieden. Vorteil: extrem leicht, wir haben keine Blasen, man zieht sie in der Frühe gerne an weil sie ur bequem sind, schnell geschnürt, man spürt auch ein bisschen den Boden und donnert nicht so dahin wie mit Böcken. Nachteil: ein paar Schneefelder und ich bin total durchnässt, obwohl GoreTex. Aber das ist auch schon alles Negative.. Zurück auf die Bortelhütte:
Später kam noch der Schreiner zu Fuss auf die Hütte um Vermessungen für die neue Küche zu nehmen. Der Wirt plaudert noch ein Weilchen mit uns, er trägt alles Essen lieber am Rücken auf die Hütte, ist billiger als der Hubschrauber und er geht eh gerne. Wir verabschieden uns schweren Herzens von dem netten Ort und wandern fast auf einem autobahnmässig ausgebauten „Höhenweg für Schwindelfreie“ (einfach 40cm Beton, daneben gehts einfach tief runter) nach Rosswald. Dort hat der Dorfladen wie sonst auch meistens auf dieser Höhe erst ab Ende Juni offen. Also wieder im Restaurant essen, wir müssen ja Gas sparen. Nun noch rauf bis zum Ende des Dorfes spazifizottelt und auf einer wunderschönen Lichtung warten wir darauf bis es Zeit ist das Zelt aufzustellen. Auf der Karte schaut unser zurückgelegter Weg nach einem Katzenwurf aus, da wir aber das Tal und jede Bergnase ausgehen mussten waren wir doch 5 Stunden am Wandern und meistens rutschend den Weg suchend.

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