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Tag 25: Lago Ritóm – Val Piora

In einem Jagdbanngebiet zu schlafen birgt Überraschungen. Spät Abends haben wir noch etwas Großes um unser Zelt schleichen gehört. Als es unser Flüstern dann aber bemerkt hat ist es schnaubend wieder zurück in den Wald. Bis wir unsere Köpfe aus dem Zelt gesteckt haben war es aber schon weg. Wir sind uns ziemlich sicher es war ein Hirsch. Im der Nacht fängt es dann an zu regnen und hört auch in der Früh nicht auf. Also packen wir zum ersten Mal unsere Sachen schon unterm Zelt: zuerst alleswas im Zelt ist aufrollen, dann das Innenzelt aushängen und es sich auf der Zeltunterlage bequem machen. Nach dem obligatorischen Müsli den Rucksack packen und dann mit Regenschirm raus aus dem Zelt und den Rest einpacken. Noch während dem Abstieg nach Piotta hört der Regen auf, aber unsere Schuhe sind bereits durchnässt – dementsprechend ist auch unsere Motivation. In Piotta finden wir ein kleines Lädeli wo wir ein Znüni nehmen. Danach gehts neben „einer der steilsten Standseilbahnen Europas“ (es gibt offenbar mehrere davon) bergan hinauf zum Lago Ritóm. Am Ende des Stausees, in Cadagno, kehren wir in ein kleines Restaurant ein. Die Küche hat um 15 Uhr aber leider schon geschlossen und so bekommen wir nur mehr eins Tessiner Platte (viel Wurst, zwei Gurkerl) die der Walliser Platte wirklich zum Verwechseln ähnlich ist. Wenig später im Val Piora kommen wir an der schön renovierten Capanna Cadagno vorbei, eine große Verlockung weil auch unser Zelt natürlich noch nass ist. Da es aber noch ein wenig zu Früh ist, gehen wir lieber weiter Richtung Passo dell’Uomo. Durch Schnee und Gatsch gelangen wir schnell über den flachen weiten Pass (2218m). Auf der anderen Seite ist schon der Lukmanierpass am Lai du Sontga Maria zu sehen. Wir verlassen das Tessin und sind nun im Bündnerland. Kurz vor dem Stausee finden wir ein schönes, ebenes Platzerl für unser Zelt wofür wir aber den eiskalten Schmelzbach blossfüssig durchwaten müssen. Nach einer langen Tagesetappe wärmen wir uns jeder einen Topf Wasser und gönnen uns eine schöne Dusche.

Ein Gedanke zu „Tag 25: Lago Ritóm – Val Piora“

  1. Juhuu, endlich kann ich mitreden: zum Lago Ritom bin ich auch schon hoch, aber dann anders weiter (nur wohin frag ich mich, Alzheimer lässt grüßen), und den Lukmanierpass hab ich im Winter und Sommer „erwandert“, da kommen wieder Bilder und Erinnerungen…
    Danke für eure Bilder (wollte ich schon lange mal loswerden)!

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