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Tag 30: Baretapass

Die Nacht war für uns und die Ziegen recht anstrengend. Sie haben wider erwarten unser Zelt sofort akzeptiert, nachdem sie sich davon überzeugt haben dass es nicht essbar ist und dass sie auch nicht draufsteigen können. Dann war das gegessen, sie können uns durch das Fliegengitter sehen und wissen dass wir da sind, somit blieben sie ganz nah am Zelt. Den Abend haben die beiden jedoch damit verbracht sich um das Zelt zu jagen und sich gegenseitig den besten Schlafplatz wegzunehmen. Dann gegen 21 Uhr sind sie eine Runde grasen gegangen, das war für uns recht aufregend, weil wir manchmal die Glocken nicht mehr gehört haben und dann besorgt waren dass sie eh wieder zu uns zurück kommen. Kamen sie dann auch, und gegen 23 Uhr war Ruhe bis es dann ziemlich zu regnen begonnen hat und kalt wurde (7 Grad). Wir waren besorgt, weil die Ziegen den für sie bestimmten Unterstand nicht nutzten und stattdessen im Regen bei einem nahen Felsen schliefen. Sie sahen aber in der Früh recht gut aus und zum Glück hab ich auch natürliche Notfallsmedis von Eveline und Dominik mitbekommen.
Tagsüber gehen wir dann oberhalb des Santa Maria Tales bis zum Baretapass, der uns ins Bleniotal bringt. Am Weg kamen wir an wunderschönen Almen vorbei und sehen keine Menschen, nur riesige Kuhherden an denen wir uns vorbei schleichen und in diesen Situationen kleben uns die Ziegen an den Fersen, ansonsten sind sie immer ein paar Schritte hinter uns. Zuerst dachten wir Ulrich geht vor und ich zum Schluss, aber Bumbum ist ein Schlitzohr und bleibt viel stehen und frisst und schaut und läuft dann schnell hinterher, das ist mir zu anstrengend. Also gehen Ulrich und dann ich und dann die beiden. Eigentlich sollte Bumbum vor Manolito spazieren, so sieht es die Rangordnung vor, weil er jedoch so unstet ist, kommt Manolito oft zum Zug als Leitziege zu prominieren. Heute ist Tag 2 für die beiden und sie haben sich am Pass bei kurzen Pausen mitsamt den Sättel hingelegt, also haben wir dann schon gegen 5 Uhr einen Schlafplatz gesucht um sie zu schonen (und auch weil wir selbst nicht allzu gut geschlafen haben letzte Nacht). Sättel ab und nach einer kurzen erschöpften Schlafpause jagen sie sich jetzt wieder. Diesmal haben wir das Ziegen Tarp so aufgestellt, dass sie rechts und links neben dem Zelt im Trockenen liegen würden wenn es regnet. Nach dem Essen gehts ins Zelt, die 2. Abenteuernacht bricht an.

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