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Tag 31: Sentiero alto Blenio

Die zweite Nacht war zwar wieder recht kalt, aber trocken und wir haben gut schlafen können mit der Gewissheit dass die Tiere bei uns bleiben. Sie haben sich ein Plätzchen vor unserem Zelt gesucht. Nach einem gemütlichen Zmorge packen wir es an und marschieren weiter entlang hoch über dem Bleniotal Richtung Süden. Wir müssen wieder mal einige Kuhherden durchqueren was etwas Aufregung mit sich bringt, aber es geht alles gut.

Vorbei an Almen mit beeindruckendem Panorama und schönen Steinhäusern kommen wir flott voran. Weil heute Samstag ist treffen wir auch ein paar Leute, meist aber nur Arbeiter die die Almen wieder instandsetzen. Nach einer Mittagspause gehts weiter langsam abwärts Richtung Biasca. Anfangs haben wir die zwei Rabauken noch alle 10 Minuten darauf hinweisen müssen dass wir nicht alle nebeneinander gehen sondern am Weg in einer Karawane, das geht mittlerweile schon besser. Manolito probiert nur hin und wieder an uns allen vorbei ganz nach vorne zu laufen. Dafür legen sie sich nun bei jeder kurzen Unterbechung hin – ein Zeichen dass sie wohl schon recht müde sind. Nach einem Blick auf die Karte werden wir wohl Biasca und damit den ViaAlpina heute nicht mehr erreichen und so finden wir uns schon wieder recht früh ein schönes Plätzchen für die Nacht.

Nachtrag von Clara: Nach der Ruhepause wollten die beiden Ziegen fressen gehen, als Manolito anfängt zu hinken und sich vor Ulrich stellt und demonstrativ seinen linken Vorderhuf in die Luft hält. Ich hab ihn untersucht und alles was ich finden konnte war ein kleines Steinchen, das recht tief in der Klaue fest steckte. Mit einer Nadel hab ichs rausgepopelt und dann ordentlich desinfiziert. Ich hoffe, dass das der einzige Grund des Lahmens ist. Nun tritt er noch vorsichtig auf, aber hält das Bein nicht in Schonstellung. Hoffentlich ist morgen alles wieder gut! Morgen hätten wir mal wieder ein paar Höhenmeter vor… Und vor allem Ulrichs Spezialität: ein Pass für übermorgen.

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