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Tag 34: Cauco – Rossa – Valbella

Die Nacht war natürlich regnerisch und Bumbum hat sich ganz brav unter das Vorzelt gelegt und die Nacht durchgemützelt. Leider hat er Manolito nicht eingelassen (oder der sich nicht reingetraut) also hat der schwarze Bock wieder mal neben unserem Zelt gelegen und sich selbst warm gehalten. Ich bin sogar einmal in der Nacht aufgestanden und hab versucht ihn rein zubringen, aber er hatte zu sehr Angst vor Bumbum. Komisch, denn tagsüber liegen sie oft nah aneinander.
Beim Abstieg treffen wir noch den Senner von der Ziegenalp über uns und tratschen ein wenig. Weiter unten treffen wir dann auf 4 Ziegen die frei auf ihrer Alp alleine wohnen, und die unseren Marsch auch ganz lustig fanden und einfach mit marschierten. Ich hatte also vorne die 2 Böcke am Halsband und hinter mir hat Ulrich mit einem Stock die anderen Ziegen in Schach gehalten. Nach einer Biegung als sie mich und die Böcke nicht mehr sahen wussten sie nicht mehr warum sie uns nachgegangen sind und warum sie unbedingt an Ulrich vorbei wollten und sind wieder nach Hause. Dann waren wir auch schon in Cauco. Dort hat uns die Karte eine Einkaufsmöglichkeit prophezeit, die brauchen wir ganz dringend, haben seit begin der Ziegen Wanderung in Curaglia das letzt Mal eingekauft. Kurz vor dem Ort Laufe ich im Wald vorne weg und Ulrich geht mit den Ziegen langsam nach, damit sie nicht merken dass ich nicht mehr da bin. Meistens gibts da ein Drama wenn einer fehlt. Dies hat gut geklappt, aber leider ist dort in dem Ort kein Geschäft. Nur die Touristeninformation, welche aber leider zu hat. Durch die Glastüre kann ich aber einen Getränkeautomaten sehen und Eis und Nudeln und Wurst aus der Region. Das erste Mal in meinem Leben dachte ich an Einbruch… 😉 Eine Dame die aus ihrem Haus kam erklärte uns, dass es keine weitere Einkaufsmöglichkeit mehr gäbe im Tal, und dass die 4 Ziegen ihre seien, sie ist ganz begeistert von unseren Böcken. Weiter gehts im Tal bergan bis nach Rossa. Dort finde ich ein Restaurant und während Ulrich draussen Radfahrer und einen Allgemeinmediziner im Burnout auf dem Weg zur Alp mit unseren beiden Rackern erfreut schaue ich mal ins Restaurant. Dort steht ein edler alter Mann in feinem Leinenanzug und Krawatte sowie Goldring hinter der Bar. Er spricht kein deutsch, ich finde auf der Eingangstafel das Wort Salametti und frag ihn ob ich das haben kann. Er nickt und verschwindet in der Küche, währenddessen finde ich über all in der Gaststube verstreut Schokolade, sogar ein Frühstück (Schokocroissants) und Eis. Dann entdecke ich 2 rosarot gefärbte und hartgekochte Eier hinter der Theke, deute auf die und Frage nach Brot. Geduldig verpackt er mir alles zum Mitnehmen und verrechnet einen Preis. Da das länger dauert unterhalte ich mich mit einem Holländer, der bereits seit 35 Jahren diesen Mann ein Mal im Jahr für einen Kaffee in diesem Restaurant besucht, weil der immer in einem schönen Anzug arbeite und sich nicht verändert. Weiter gehts nun bis nach Valbella wo wir erneut Ziegen Liebhabern begegnen. Dann gibts noch ein Bad im Fluss und der letzte Aufstieg zu einem Schlafplatz. Haben eine verschlossene Hütte gefunden an einem sonnigen Hang mit Bank und Tisch davor, wie toll, so können wir mal wieder auf einem Tisch essen! Zelten werden wir dann hinter der Hütte, hoffentlich kommt der Besitzer nicht. Bumbum ist froh dass wir endlich da sind, er war bei der Wegsuche schon recht ohlassig (siehe Photo mit Schnauze zwischen meinen Knien).

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