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Tag 37: Pass da Niemet

Die Nacht war wunderbar! Klarer Sternenhimmel mit vielen Sternschnuppen, ich hab sehr lange geschlafen und bin wieder mal von Kaffee Geruch aufgewacht den Ulrich bereits fertig gekocht hat. Die Sonne trocknet den Tau von Schlafsack und Rucksäcken während wir frühstücken.
Die Ziegen haben schon wieder nicht bei uns geschlafen sondern sind auf den Hügel vor uns gelaufen und haben oben in einer Höhle geschlafen (wenigstens mit Blickkontakt zu uns). Auch diesmal kommen sie nicht als wir sie rufen und auch nicht als wir aufbrechen. Beim nächsten Bach bleiben wie stehen und während Ulrich Wasser filtert marschiere ich die 100 Höhenmeter rauf und muss sie aus ihrem Lager abholen. Das ist frustig! Der ganze Tag war dann irgendwie komisch und und und, aber auch das muss mal sein. Leider. Die Umgebung ist traumhaft, das Wetter auch. Wir marschieren nicht ins Tal um wieder aufzusteigen, wie es der ViaAlpina vorschlägt, sondern gehen einen Höhenweg das Tal nach hinten bis zum Lago di Monte Splunga, ein Stausee mit schöner alter Staumauer. Manolito darf nun hinter mit gehen, dann geht Ulrich und Bumbum das Schlitzohr muss letzter sein, das bringt Unruhe, ist anstrengend, aber wir versuchen so Mano etwas mehr an uns zu binden. Im Refugio Stuetta setzen wir uns daneben ins Gras und bestellen ein 2 gängiges Menü, der Kellner bringt es uns wie selbstverständlich auf unsere Matte. Wir werden wieder mal oft photographiert. Dann gings bergan zum Pass da Niemet, wieder mal ein toller Weg mit Panorama. Uns kommt der Hüttenwirt von der Rifugio Bertacci entgegen, er ist mit einem Esel unterwegs um Proviant zur Hütte zu bringen. Wir merken bei jeder Rast wie schnell Bumbum versucht abzuhauen, also wird er ab jetzt angeleint, das findet er doof. Nur beim Wandern ist er frei, da folgt er uns brav. Wieder zurück in der Schweiz (ja irgendwie hab ich Heimatgefühle) gehts nun durch Kuhweiden, Ziegenweiden und Pferdeweiden (die haben uns tatsächlich bedroht und wollten schon nach den Ziegen schlagen! Hab mein Pfeiferl benützen müssen, dann sind sie weg) und das wahr sehr sehr anstrengend, auch die Kühe hier sind irgendwie kampflustig, denen ist mein Pfeiferl egal. Nun sitzen wir direkt vor einem Jägerunterstand, weil die einzige gerade Fläche, und da wir 2 Rehe gesehen haben glauben wir dass der Jäger nicht mehr kommt. Ulrich ist mit Bumbum an der Leine grasen gegangen und heute Leinen wir ihn an. Haben direkten Blickkontakt vom Zelt zu ihm und hoffen, dass er sich nicht erhängt. Hoffentlich wird das wieder besser! Einerseits zeigen wir ihnen, dass wir alle Zäune überwinden und gehen mit ihnen lange Touren, totale Freiheit, andererseits sollen sie nachts bei uns bleiben. Nicht leicht zu verstehen für einen neugierige Nase wie Bumbum.

Ein Gedanke zu „Tag 37: Pass da Niemet“

  1. Hmm, habt Ihr schonmal versucht Mano und Bum mit Manner Schnitten zu bestechen? Bei mir hat das gleich funktioniert mich an Uli zu gewöhnen 😉

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