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Tag 39: Juf – Septimerpass

Wir haben in der Nacht trotz angekündigten Regen auf unser Zelt verzichtet und unter dem Tarp geschlafen. Weil kein Wind kam blieb auch alles halbwegs trocken, nur die Böcke haben sich, sosehr Clara sich auch bemüht hatte, ein anderes aber nahes Plätzchen gesucht. Wir sind früh auf weil ein langer Weg vor uns liegt.
Nach dem Ort Pürt endet der Wald und saftige grüne Almen gehts entlang das breite Tal hinauf bis Juf, dem höchsten dauerhaft bewohnten Ort Europas. Es ist Sonntag und das merken wir auch an den vielen Wanderern. Wir werden oft fotografiert und die Böcke wissen oft nicht wem sie nachgehen sollen. Die Leckerlies helfen fast nicht mehr (die vielen alpinen Kräuter sind genauso gut) und daher wären wir ohne Leine (Bandschlinge mit Karabiner) verloren. Bei prächtigen Sonnenschein gehts schroff bergan auf die 2672m hohe Forcellina, und dann hinunter zum windigen Septimerpass. Windgeschützt hinter einem Fels gönnen wir uns eine ausgedehnte Mittagspause. Danach gehts auf den nächsten Pass (Lunghin). Wenig unterhalb entspringt der Inn und wir folgen ihm bergab Richtung Maloja. Bald kann man schon den Lej da Segl sehen, an dem Maloja liegt. Bevor wir unten ankommen finden wir uns einen schönen Platz zum bivakieren. Heute ohne Dach weil es trocken bleibt und auch nicht windig ist. Während Bumbum und Manolito grasen Plänen wir unsere nächsten Tage. Wir werden den ViaAlpina für kurz verlassen und das Engadin erkunden. Während der Planung hat Bumbum wieder zwei mal versucht in steiles Gelände abzuhauen und ich haben ihn beide Male gerade noch so erwischt bevor es zu Steil wurde. Das heißt wohl wieder eine Nacht an der Leine… In den letzten Sonnenstrahlen gibts noch ein sehr erfrischenden Bad im Inn. Clara beobachtet währenddessen ein Steinbockherde wie sie majestetisch auf Felsspitzen kämpfen, und unseren zwei Helden sollen dabei die Knie geschlottert haben.

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