Tag 71: Demutspitz – Rosskopftörl – Tscharrhütte

Die Nacht am Hüttenlager ist leider nicht ohne den obligatorischen Schnarcher geblieben. So stehe ich schon vor 6 auf um die Ziegen aus ihrem Unterschlupf zu holen. Das Wetter hat sich gebessert, es ist zwar noch ein wenig windig, aber die Sicht ist gut und über dem Wolkenmeer sieht man unzählige Gipfel aufragen, am beeindruckensten die Tre Cime im Süden. Bumbum und Mano sehen ganz gut aus. Wir grasen eine Runde und dann hänge ich sie vor der Hütte an, denn ich will auch frühstücken. Danach packen wir schnell unsere Sachen und dann gehts um 7 Uhr auch schon los. Tag 71: Demutspitz – Rosskopftörl – Tscharrhütte weiterlesen

Tag 70: Sillianer Hütte

In der Nacht hat es doch einiges geregnet, aber die Böcke haben sich vorbildlich unter das von uns vom Zelt zu der Scheune gespannte Tarp gelegt. Morgens regnet es aber nicht mehr und nach einem feinen Müsli packen wir das nasse Zelt wieder zusammen und ziehen kurz nach 7 los, bergauf um auf den Karnischen Höhenweg zu gelangen. Es ist nebelig und windig. Wir treffen eine recht lustige Französin, die den ViaAlpina entlang geht. Ansonsten ist die Sicht gleich null und bald beginnt es auch leicht zu nieseln. Auf dem Bergkamm oben stolpern wir dann über einen Grenzstein, I auf einer Seite, Ö auf der anderen – wir haben also tatsächlich nach 10 Wochen Wanderung Österreich erreicht (also österreicht). Tag 70: Sillianer Hütte weiterlesen

Tag 69: Sexten – Lärchenboden

Frühstück gabs unter dem Tarp weils noch recht regnerisch und feucht war. Die ganze Nacht hindurch hat es immer wieder, teils recht stark geregnet. Wir bauen alles ab, packen auch das nasse Tarp zusammen und ziehen weiter. Nach der Talschlusshütte bleiben wir auf einem breiten Fußweg in einer Seniorenreisegruppe richtig stecken. Eine nach der anderen lässt sich mit den beiden Rackern photographieren, und die stehen brav und posieren. Tag 69: Sexten – Lärchenboden weiterlesen

Tag 68: Rienztal – Drei-Zinnen-Hütte – Fischleinstal

Feines Frühstück und los gehts wieder zu 4t bergab. Der Weg ist wieder mal eine Überraschung, recht ausgesetzt und phasenweise mit Holzplatten belegt wo der Weg mal ausgebrochen ist. Diese glatten, weil nassen Holzbrücken waren zuerst ein riesiges Problem, sodass wir die Sättel abnehmen mussten. Glücklicherweise gingen dann Wanderer an uns vorbei und der Drang mitzugehen war größer als die Angst vorm Rutschen. Also gingen beide Böcke breitbeinig und langsam dort drüber, Gruppenzwang eben. Danach aufsatteln und weiter gehts wie immer. Tag 68: Rienztal – Drei-Zinnen-Hütte – Fischleinstal weiterlesen

Tag 67: Gemärk – Helltal

Wir drei stehen heute schon um 6 Uhr auf um dann alles zusammen zu packen und dem Radweg entlang der Passstraße bis zum Gemärk zu spazieren, wo wir Clara wieder treffen. Alleine mit den beiden ist es gar nicht so einfach, Bumbum springt zwei mal auf die Straße, Auto kam gerade gottseidank keines. Also dann Bumbum an die kurze Leine für den Rest der Strecke. Im Gemärk finden wir dann eine müde Clara in der Sonne pennen, sie war gestern mit dem Nachtzug von Wien nach Innsbruck und dann heute auch recht zeitig mit dem Bus hergekommen. Sie hat mir von jedem Kuchen ein Stück mitgenommen und so gibst erstmal lecker Hochzeitstorte 🙂 Tag 67: Gemärk – Helltal weiterlesen

Tag 66: Pausentag am Campingplatz

Heute haben Bumbum, Mano und ich einen Pausentag während Clara auf der Hochzeit tanzt. Ich lade alle Bilder der letzten Tage hoch und plane die weitere Tour, und die zwei Racker hauen im anliegendem Wald rein was das Zeug hält. Ausserdem habe ich im Akkord (mit nur einem Stecker) alle unsere Akkus wieder voll aufgeladen. Der Campingplatz ist zwar sehr schön, aber leider auch recht laut. Die Osteuropäer die hier in Gruppen lagern machen auch spät noch recht viel Krach. Trotzdem ist der Pausentag recht erholsam, denn es gibt Dusche, Eis, Pizza und Bier. Abends kommt dann noch ein gewaltiger Regenguss sodass der Platz für die Tiere trotz aufgespannten Tarp in kürzester Zeit unter Wasser steht, nicht gerade das was Ziegen gern haben…

Tag 65: Fiames

Heute früh aufgestanden und dann weiter das Tal raus spaziert. Wir passieren beeindruckende Schluchten und Wasserfälle. Über die Ponte Alto passieren wir eine mindestens 100m tiefe Schlucht und kommen schließlich zur Passstraße. Clara spielt schon länger mit dem Gedanken für das Wochenende zu einer Hochzeit nach Österreich zu fahren. Nachdem wir die Zugverbindungen gecheckt haben und uns bei einem Infostand des lokalen Nationalparks über die lokalen Busverbindungen erkundigten, erscheint dies nun erstmal auch tatsächlich möglich. Tag 65: Fiames weiterlesen

Tag 64: Lagazuoi – Val Travenanzes

Überall Stellungen aus dem 1. Weltkrieg. Vor 2 Tagen fing es an, und hier erneut wieder ein Stellungskrieg mit immer noch sichtbaren Höhlen und sogar Schützengräben. Wenn wir dann auf den Karnischen Höhenweg weiterwandern wird das wohl einige Zeit so weitergehen. Wir wandern zur Seilbahntalstation in Fouzargo, vorbei an vielen Campingbussen die an der einsamen Strasse auch einen Schlafplatz gefunden haben. Viele Menschen wieder mal und wir steigen zusammen mit anderen Wanderern auf. Hatten wir schon lange nicht mehr. Wir wählen einen alten Weg, der durch einen ziemlich langen Tunnel führt, den die Italiener gegraben haben um unterhalb der österreichischen Stellungen (ca. auf 2600m Höhe) zu kommen und die dann von unten gesprengt haben. Tag 64: Lagazuoi – Val Travenanzes weiterlesen

Tag 63: Passo Padon – Pieve di Livinallongo – Ciastel

Morgens wach ich früher auf als Clara und gehe daher eine Runde Grasen mit den beiden Rackern die die Nacht anstandslos in ihrem Unterschlupf verbracht haben. Die Runde führt uns bis auf den Gipfel (Mesolina) wo es neben einer prachtvollen Aussicht auch wieder Stellungen aus dem Krieg gibt und auch 3 mampfende Schafe. Wieder unten beim Biwak ist Clara dann auch schon wach und es gibt lecker Frühstück (Marmelade und Nougataufstrich). Dann steigen wir ab zum Passo Padon und von dort der Skipiste entlang Richtung Ornella. Da wir die klassischen Rundwege nun verlassen haben und weniger bekannte Täler gehen, begegnen wir auch kaum einem anderen Wanderer. Tag 63: Passo Padon – Pieve di Livinallongo – Ciastel weiterlesen

Tag 62: Penia – Lago di Fedaia – Bivacco Bontadini

Gestern Abend ist Bumbum zum ersten mal ohne Mano (der war angeleint) auf Entdeckungstour gegangen. Erst in der Früh, als Mano herzzereissend gemeckert hat ist Bumbum wieder zu uns zurückgekommen. Es reicht wohl nicht mehr abwechselnd einen der beiden anzuleinen. Der Abstieg nach Penia war nur mehr kurz, und während Clara mit den zwei Rackern an einem Bankerl die Sonnenstrahlen geniesst, gehe ich in den Ort um einzukaufen. Unsere Vorräte waren wieder mal sehr am Ende und so wars Zeit für einen Großeinkauf. Tag 62: Penia – Lago di Fedaia – Bivacco Bontadini weiterlesen