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Tag 46: Val Mora – Sta. Maria – Müstair

Sonnenstrahlen wecken uns früh morgens und langsam kriechen wir aus unseren Schlafsäcken. Die Nacht war angenehm, trotz hellem Mond konnte man einige Sterne sehen und Bumbum hat auch nicht an seiner Leine gezogen. Wir steigen ein kurzes Stück ab zur Alp Buffalora und von dort gehts dann das breite Tal Val Mora entlang. Mit beeindruckender Felskulisse passieren wir idyllische Almen, Kuhherden und auch Pferde (die den armen Mano kurz gejagt haben).

Weil Corina und Sebi uns heute wieder verlassen müssen heißt unser Tagesziel Sta. Maria von wo der Postbus wieder retour nach Zernez fährt. Nach einer kurzen Mittagspause gehts dann bald bergab und schließlich kommen wir rechtzeitig unten an. Weil noch 20min Zeit ist fragt Clara beim nächstbesten Restaurant ob wir auf der Terrasse auch mit 2 Ziegen sitzen dürften. Die Wirtsleute waren sehr interessiert und so trinken wir noch ein gemeinsames Abschiedsbier nach zwei anstrengenden aber wunderschönen Tagen. Bumbum und Mano liegen derweil erschöpft neben dem Tisch. Danke Corina & Sebi dass ihr uns drei Tage lang Gesellschaft geleistet habt und auch danke für die vielen tollen Leckereien und Mitbringsel! So hatten wir Freitags Abend eine Flasche Rotwein, jeden Tag Schokikuchen zum Frühstück, Spritzpistolen für aufmüpfige Ziegen die das Wasser hassen, und ein Seifenblasen Fläschchen um die Windrichtung zu bestimmen.
Der Wirt vom Restaurant hat uns dann noch den Campingplatz in Müstair empfohlen. Die Leute dort seien nett und wir könnten dort sicher auch mit den Ziegen hin. Nachdem also Sbei und Corina zum Postbus sind machen wir uns auf den ein-stündingen Weg nach Müstair. Die zwei Racker brauchen entlang des Feldweges mehrere Pausen in denen sie die angrenzende Haselnussstauden fast vollständig verspeisen. Während Clara uns problemlos den Campingplatz organisiert warte ich draussen neben einer aufgeregten Herde Lamas vom Nachbarhof. Die bieten Lamatrekkings an und die Tiere fürchten wohl beim Anblick von Bumbum und Mano um ihre Jobs 🙂
So sitzen wir nun am äussersten Ende vom Campingplatz wo wir die zwei Racker angeleint haben und geniessen nach der ersten richtigen Dusche seit 3 Wochen den lauen Abend.

Nachtrag: die Nacht war ganz und gar nicht lau. Gegen 22 Uhr ist ein gewaltiger Sturm durch das Tal gefegt und kurz darauf hat es dann geschüttet. Der Besitzer von der Schreinerei nebenan hat uns wieder erkannt (er war eine von den unzähligen Mountainbikern im Val Mora) und uns seine Garage angeboten. Sooo nett! So haben wir zwischen einem Gabelstapler und frischem Holz im Trockenen geschlafen.

2 Gedanken zu „Tag 46: Val Mora – Sta. Maria – Müstair“

  1. So wie Judith schon die starke Bindung von Uli an die Ziegen kommentiert hat seid ihr ja nun eine homogene Herde. Wir werden euch natürlich hier in Dreistetten neben dem Ziegen- Unterstand ein nettes Fleckchen Wiese einrichten auf dem ihr das Zelt aufstellen könnt. Wenn ihr für die ADHS- Ziege etwas Ritalin benötigt – wir schicken euch gerne ein paar Pillen!

  2. Ich möchte zu den Bildern noch anmerken, dass Mano von dem Geruch meiner Wanderschuhe am Morgen nicht ins Koma gefallen ist sondern lediglich kurz high war!

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