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Tag 48: Auf Wiederluege Schwiiz – Ciao bella Italia

Der Abend war gemütlich, die Nacht trocken und nach einem ausgiebigen Campingplatz-Frühstück gehe ich mal grasen mit den beiden. Der Schreiner besucht uns wieder und erklärt uns die Wegstrecken der alten Säumer und auch, dass früher immer ein Junge in der Früh die Ziegen des Dorfes eingesammelt hat und exakt den Weg gegangen ist den wir heute gehen werden um die Tiere oben grasen zu lassen. Bei der Rückkehr warten die alten Frauen vor den Häusern mit ihren Besen und verjagen die Ziegen, damit sie nicht ausgerechnet vor ihrem Haus ihre Bömpelies liegen lassen.
Es ist sehr heiss und da wir nicht mehr so viel online sein werden, kauft Ulrich noch eine altmodische Karte von der Region und ein Eis. Die Tiere sind fast nicht zu halten, die freuen sich total endlich wieder laufen zu können. Hurtig gehts bergauf. Ein wunderschöner Weg mit süßen schottischen Hochlandrindern, auch die laufen vor uns weg. Wenn sie nicht so stinken würden, tät ich mir solche später auf meinem Minibauernhof auch zulegen. Oben am Piz Chavalatsch steht eine Hütte, und da dies auch der Passübergang ist, umgehen wir diese. Am östlichsten Zipf der Schweiz verlassen wir diese und betreten nun auf der anderen Bergseite Südtirol. Der Ortler präsentiert sich majestätisch. In der Pause schwitzen wir einfach nur und ich finde die war nicht ergiebig. Also steigen wir nach Italien ab und kommen zur Stilfser Alm wo uns der Wirt und ein Gast, der Schafe und Rinder hütet, freudig in Empfang nehmen. Wir können in der Scheune schlafen und bekommen gerade Schnaps und Bier zum umfallen… Ich bin mal aus der Hütte raus gefallen um nach den Ziegen zu sehen, die wir wegen des Regens unter dem Vordach angebunden haben. Der Regen hat gerade gestoppt, die Ziegen liegen friedlich herum und ich schreib den Eintrag recht betrunken und hoffe, dass Ulrich auch mein Bier ausgetrunken hat, weil ich nicht mehr kann. Mittlerweile hat sich noch ein Bergführer dazugesellt und gibt uns gute Tipps für morgen und hat einen Weißwein dabei. Den müssen wir auch kosten. Dann kommt noch der Almbesitzer von nebenan und lässt uns den heurigen Ziegenkäse testen. Ein Traum! Sehr lecker. Wir sind nun über der Grenze, alle reden deutsch und finden das gut was wir machen, wir werden unterstützt und wir fallen müde in der Scheune in den Schlafsack 🙂 Vis a vis auf der Alp sehe ich auch Schweine die sich genüsslich im Dreck wälzen, ich glaub es gibt doch noch glückliche Schweine auf der Welt.

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