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Tag 56: Afing – Sarnschlucht – Wangen

Heute Nacht war Nebel aufgezogen und am Morgen war alles nass. Vom Schlafsack ist das Wasser geronnen. Weil die Sonne aber schön wieder draussen war, nur nicht auf unserem Schlafplatz, gehen wir ein Stück rauf zu den Stoanernen Mandln wo unsere Sachen trocknen während wir zmörgelen. Dann gehts über einen kleinen Umweg bergab bis nach Afing. Anfangs schöne Waldwege, dann Strasse. Bei einem Bauernhof am Weg kommt die ganze Familie raus um die zwei Racker zu sehen. Die Kleinste muss für ein Foto neben den beiden posieren.

In Afing gehen wir ins einzige Wirtshaus, und weil Bumbum und Mano schon recht müde sind von der Hitze funktioniert das ganz gut. Sie bleiben neben unserem Tisch im Schatten. Clara isst Schlutzkrapfen, Ulrich Suppe und Brot. Der weitere Weg führt uns steil bergab ins Sarntal. Ein wunderschöner steiler Weg, der nicht sehr oft begangen wird. Wie überall hier müssen wir durch die Weide von prächtigen Haflingern die kommen mir hier viel grössere und muskulöser vor als die ich von Österreich kenne. Schöne, edle Pferde, die gerne kleine Manolitos jagen. Unten heil angekommen (viel Geröll) entspannen wir uns noch an einem schönen Bach bevor der Stress los geht. Es ist nämlich nun eine von Ulrich geplante Teilstrecke, die nicht beschildert ist und wir hoffen dass wir da gehen können! Wir stehen in einer Schlucht (der Sarnschlucht) die eigentlich nur eine Strasse und den Fluss laut Karte beinhaltet. Aber der spitzfindige Ulrich setzt auf eine alte Strasse, sodass wir nicht entlang der jetzigen grossen Strasse mit ihren Tunnels müssen. Als wir einen Mann, der sein Haus genau neben dieser grossen Strasse hat und seine 6 Hunde visavis in einem anderen Haus gerade füttern war, sehen und Fragen wie wir da die Schlucht auf der anderen Seite wieder rauf können deutet er in den Tunnel und meint wir müssen dort durch. Entsetzt geht Ulrich mal nach schauen während ich mit den Tieren neben vorbei donnernden Lastwägen warte. Tatsächlich findet er eine nicht abgeschlossene Tür ca 4 m nach Tunneleingang durch die wir raus auf die alte Strasse kommen. Dort ist nun der Fluss, eine wunderschön verwachsene Strasse, als solche gar nicht mehr erkennbar und  Ruhe, da die Autos im Tunnel sind. Und die Schlucht nun schön gewaltig rechts und links. Offensichtlich gibt es dort manchmal Parties, wir finden Grafities in den alten Tunnels, Dreck und auch eine Matratze. Irgendwann führt eine verfallene Brücke über den Fluss und die Strasse bricht jäh nach einem kleinen Tunnel ab. Nach genauerem hinsehen führt links ein kleiner Steg die Wand entlang zu einem Weg nach oben. Nun gehts wieder 2 Stunden bergauf. Die Hitze ist erdrückend und die Tiere hecheln. Oben gibts dann Wasser und vor uns türmt sich eine Gewitterwolke auf und es donnert, kommt jedoch nicht näher. Müde suchen wir uns nun einen Platz im Wald. Wir stellen das Zelt nicht auf und sind optimistisch dass die Wolke dort bleibt wo sie ist.

2 Gedanken zu „Tag 56: Afing – Sarnschlucht – Wangen“

  1. Hoi,
    lese gerade den Blog. Komme von der Hoho mit anschließender Happy Hour … ja bin wieder in Zürich gelandet… auf jeden Fall höre ich gerade Niel Young (eigentlich wollte ich mir noch einige Jimmy Hendrix songs reinziehen aber blödes youtube hat sich für Niel Young entschieden nach nicht mal fünf songs … what ever! Ich verfolge eure Reise und finde es einfach nur geil! und hoffe ihr zieht es durch und genießt die Zeit und dass wir uns irgendwann wieder sehen!

    lg Fabian

    PS.: Schlutzkrapfen sind einfach nur mal GEIL!

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