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Tag 57: Oberinn – Klobenstein – Völs

Das war die „steilste“ Nacht bisher. Was mit freiem Auge gut ausgesehen hat, hat sich als zu starke Schräglage rausgestellt. Wir waren immer wieder damit beschäftigt unsere Matten raufzuklettern. Außerdem hatte es in der Nacht kurz zu Nieseln angefangen und wir haben eilig unser Tarp aufgestellt, worauf es auch schon wieder vorbei war. Insgesamt also keine besonders erholsame Nacht. Noch vor 9 Uhr sind wir im kleinen Ort Oberinn, wo Clara schnell in den Supermarkt verschwindet und ein paar feine Sachen kauft, und auch Zwieback für mich.

Auf dem Hochplateau geht es weiter auf zum Teil sehr schönen Waldwegen bis Klobenstein, vorbei an Architekten Villen und auch einem Bauern der Bumbum und Mano eine Mistgabel voll Heu schenkt. Es ist mittlerweile schon wieder sehr heiss geworden, und so machen wir vor dem Abstieg ins Eisacktal noch eine kurze Pause. Das Internet ist auch endlich mal wieder schnell genug sodass ich ein paar Fotos der letzten Tage hochladen kann. Dann gehts auch schon runter auf einem besseren Weg als in die letzte Schlucht, aber trotzdem steil und staubig. Unten lassen wir die Tiere unter der Autobahnbrücke erstmal verschnaufen bevor wir uns auf der anderen Flussseite am Radweg einen Schattenplatz für die Mittagssiesta suchen. Weil die Tankstelle Mittagspause hat hole ich kühles Wasser und ein Eis für Clara aus einem Restaurant. Weil der Fluss abgezäunt ist füllen wir das Wasser in eine Schüssel und die zwei Racker trinken zum ersten Mal Wasser aus der Schüssel. Erst kurz bevor wir wieder aufbrechen entdecken wir den Trinkbrunnen der 20 Meter weiter steht… Weil sich die Wolken rundum schon wieder auftürmen brechen wir dann doch auf zum Anstieg nach Völs. Diese Talseite ist wesentlich grüner als die andere und so zerlegen Bumbum und Mano nicht nur einen Haselnussstrauch. In Völs ist recht viel los und so beschließen wir rasch durchzugehen und Clara wartet dann mit den Tieren am Ortsrand im Grünen während ich die Einkaufsrunde mache. Weil wir morgen bis Sonntag wieder mal Besuch bekommen brauchen wir doch ein paar Sachen. So eile ich vom Supermark zum Sportladen, vom Baumarkt (neue Leine für die Tiere) zum Elektroladen (abgeknicktes USB Kabel ersetzen), von der Tourismusinfo zur Grafik (Karten der Dolomiten). Schließlich habe ich alles beisammen und wir ziehen weiter mit dem Ziel Campingplatz der noch eine Stunde entfernt sein soll. Auf halbem Weg kommen wir an einem Hof vorbei und wie sooft spricht man uns an und der Bauer will alles wissen über unsere Tiere. Auch die Kinder freuen sich sehr. Wenig später werden sogar die Alten herausgeführt um Bumbum und Manolito, die zwei riesigen Packgeisse, zu bestaunen. Wir bekommen angeboten auf deren Grund zu schlafen, ein Stück weiter oben sei ein Weiher wo man auch schwimmen gehen kann und im Stall gibts Wasser, WC und Dusche. Wir nehmen das gerne an und schlagen unser Zelt dann neben einem idyllischen kleinen Badesee auf, mit den felsigen Dolomiten im Hintergrund. Bei einem Schwumm im Teich durch die Seerosen merken wir dass die kleinen Fische unsere Zehen anknabbern, was Clara ganz und gar nicht geheuer ist. Wir kochen uns noch schnell Couscous und beobachten dabei das Ferne Wetterleuchten, dann verkriechen wir uns ins Zelt um Schlaf nachzuholen.

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