DSC01809

Tag 68: Rienztal – Drei-Zinnen-Hütte – Fischleinstal

Feines Frühstück und los gehts wieder zu 4t bergab. Der Weg ist wieder mal eine Überraschung, recht ausgesetzt und phasenweise mit Holzplatten belegt wo der Weg mal ausgebrochen ist. Diese glatten, weil nassen Holzbrücken waren zuerst ein riesiges Problem, sodass wir die Sättel abnehmen mussten. Glücklicherweise gingen dann Wanderer an uns vorbei und der Drang mitzugehen war größer als die Angst vorm Rutschen. Also gingen beide Böcke breitbeinig und langsam dort drüber, Gruppenzwang eben. Danach aufsatteln und weiter gehts wie immer.
Wir sind nun in der Hauptsaison der Wanderungen und so treffen wir wieder sehr viele Wanderer. Eine lobt sogar Manolitos gepolsterten Gurt, er schaut mit dem weissen Fell auf den Schultern so aus wie eine Diva. Jetz trägt er den Spitznamen Prinzessin. Beim 3 Zinnenblick im Tal machen wir Rast und sehen vorerst diese berühmten Berge nicht, weil Wolkenschwaden sie verdecken. Wir folgen dem ViaAlpina das Rienztal hinauf. Nach einem anstrengenden Anstieg rasten wir auf einer Hochebene mit schöner Aussicht auf die 3 Zinnen. Dann gehts noch einmal die letzte Stunde aufwärts zur 3 Zinnenhütte und damit wieder mal mitten in touristisches Gewusel. Während Ulrich mit den beiden grasen geht erjage ich Gulasch und Speckknödel und Polenta. Leider war die Küche für alles andere ab 15 Uhr geschlossen, und ich war um 15:01 Uhr an der Theke. Brav liegen die beiden angeleint vorm Tisch und wir geniessen Ausblick und Essen und werden wieder mal oft photographiert. Von Italienern werden wir gefragt was denn das für Tiere seien. Manche Leute können wohl tatsächlich Ziegen von Eseln nicht unterscheiden. Dann überschreiten wir den Sattel fertig und steigen ins Fischleinstal ab, vorbei am Frankfurter Würstl (2348m). Nun campen wir wieder mal schön versteckt zwischen Latschen und Tannen, gerade rechtzeitig denn es regnet nun richtig stark. Wir machen es uns im Zelt gemütlich, trinken Zirbenschnaps, sehr fein, und essen Schokolade. Das übrig gebliebene Schafsfell liegt nun im Zelt und macht es sehr heimelig.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *