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Tag 74: Passo Giramondo – Wolayerseehütte – untere Valentinalm

Die Nacht hat es durchwegs geregnet und morgens macht es einfach weiter. Die Motivation aus dem Schlafsack oder aus dem Zelt zu kriechen ist gleich 0. Wir überlegen sogar einfach den Tag im Zelt zu verbringen, aber das können wir beide nicht. Also gibts Frühstück unterm Zelt und die beiden Ziegen machen auch keine Anstalten das trockene Plätzchen unterm Tarp zu verlassen. Trotzdem schaffen wir es sie zu motivieren. Und wir gehen nun mit Schirm und nassen Ziegen los Richtung Passo Giramondo.
Bei einer Flussüberquerung kurz nach dem Schlafplatz finde ich meinen schon verlorengegangen geglaubten Snüffelstück. Das ist mein Mundstück mit dem ich aus meinem Wassersack jederzeit trinken kann. Ich hab mich schon den Zirbenschnaps auf ex trinken sehen damit ich eine Flasche frei machen kann um Wasser mitzunehmen bis zur nächsten Einkaufsgelegenheit für Trinkflaschen. Musste ich also nicht, weil dieses kleine Teil schön in einem Blatt, fast aufgebahrt da lag. Auf dem Pass hört es dann auch auf zu nieseln und wir geniessen die mystische Landschaft. Wir finden 2 miteinander kämpfende Salamander und einen der irgendwie unter einen Schuh von einem Vorgänger gekommen ist. Recht platt. Weiter gehts auf die Wolayerseehütte wo wir Schnitzel mit Pedasüerdöpfel bekommen und einen Kaiserschmarren. Die Hütte ist wunderschön renoviert, gefällt uns gut. Der Wirtssohn schnappt sich die beiden Ziegen und geht mit ihnen Grasen, ist total begeistert und wir geniessen mal einen Babysitter zu haben. Leider ist es zu kalt um in den See zu springen, das wäre jetzt sehr schön gewesen wenn es Hochsommer und warm gewesen wäre. Nun steigen wir auf zum Valentintörl und sind in einer anderen Welt. Tolle Gesteinsschichten, roter Stein und schwarzer mischen sich. Ein Fahrradfahrer kommt uns mit seinem Fahrrad am Rücken entgegen, er geht schnell auf ein Bier auf die Wolayerseehütte. Unglaublich! Wir machen weiter und wandern einen ziemlich langen Abstieg bis zu einer Alm wo uns 2 motivierte junge Jäger entgegenkommen. Also beschliessen wir nicht dort zu schlafen sondern weiter abzusteigen. Als wir bei der unteren Valentinalm vorbei gehen sagt mir Bumbum, dass er ganz müde ist 😉  also Frage ich nach einem Zimmer und ob wir im Wald neben dem Haus die beiden anleinen dürfen. Die Gastwirte sind total begeistert und wir finden den beiden ein schönes Plätzchen im Wald wo wir sie mit einer langen Laufleine anleinen. Aus unserem Zimmerfenster können wir die beiden sogar sehen. Was jetzt folgt ist ein richtig gutes Gourmetessen! Die feinste Küche bis jetzt. Abends gibts dann noch einen Tiroler Becher (Vanilleeis mit Schlagobers und drüber Kürbiskernöl) und dazu Schnaps. Die beiden Jäger kehren dann auch noch ein und berichten, dass sie was geschossen haben. Wir sind froh, dass wir eingekehrt sind. Mein Bauch rumort nun auch schon seit ein paar Tagen und die Nacht war für mich diesmal keine gute. Wahrscheinlich weil ich einmal keinen Zirbenschnaps getrunken hab sondern einen Enzianernen. Die Wirtsleute sind pfiffig und extrem nette Menschen! Wir können diese Unterkunft sehr empfehlen.

Ein Gedanke zu „Tag 74: Passo Giramondo – Wolayerseehütte – untere Valentinalm“

  1. Clara: Musst Du Uli denn alles nachmachen??
    Lass doch einfach die Finger vom Käse, äh Enzian. 🙂 🙂 🙂

    Liebe Grüße Thorsten & Katrin

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