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Tag 75: Plöckenpass – Köderkopf

Ulrich hat das Frühstücksbuffet sehr genossen, ich hatte Tee mit einer Semmel. Wir starten langsam, machen viele Pausen, kurz nach der ersten Biegung sehen wir ein Schild, das alles verbietet. Zelten, Lärm, Sonnenbaden, Radfahren, offenes Feuer,…. Aber Jagdstände überall. Wir wandern beim Plöckenpass vorbei und sehen uns Soldatenfriedhöfe an, auch hier wurde vor 100 Jahren heftig gekämpft. Später finden wir uns in einem bezaubernden Tal wieder.
Die Wegmarkierung ist leider recht dürftig, und als wir endlich sicher sind, dass wir am ViaAlpina sind, finden wir uns vor einem unüberwindlichen 3 reihigen Stacheldrahtzaun wieder der über den markierten Weg gespannt ist. Nach gründlicher Untersuchung stellen wir fest dass wir wirklich nicht durchkommen. Ulrich fasst sich ein Herz und als symbolischer Akt gegen Grenzen und gegen Krieg an solch einem geschichtsträchtigen Ort zwickt er den Zaun mit unserem Mini-Leatherman durch. Weiter gehts einem nicht sehr ausgebauten und selten begangenen Weg hinauf zu einer abgebrannten Alm und schließlich auf den Gipfel (Köderkopf, 2167m). Hier gibt es Schützengräben und Ulrich erforscht ein Höhlensystem das eine MG Stellung enthielt. Wir machen nun etwas das wir noch nie gemacht haben. 2 Stunden vor unserem Tagesziel zu bleiben. Es ist hier wahnsinnig schön, toller Ausblick, wenig Insekten und wir wollen hier wieder ohne Zelt schlafen weil das Wetter gut bleiben soll. Auch den beiden Böcken gefällt es hier mit gutem Gras aus den Schützengräben und der prachtvollen Aussicht über das obere Gailtal.

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