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Tag 79: Dreiländereck mit Maria und Fritz

Morgens um 5 werden wir von einem verfressenen Mano aufgeweckt, der um uns herumgrast und dabei ganz laut bimmelt. Ich kann nur schlecht wieder einschlafen, weil der Schlafsack vom Tau so durchnässt ist, dass es auf meinen Unterschenkel tropft. Außerdem geht um 6 Uhr der Wecker, weil wir noch ein wenig absteigen müssen um zum Treffpunkt mit meiner Mutter zu gelangen. Wir sind heute total effizient, Frühstück und alles einpacken geht ruckzuck und wir sind um 7 Uhr schon auf dem Weg.
Es geht bergab über Wälder und Wiesen endlich wieder Haselnussbäume für die beiden Ziegen. Hmmm. Bei einer Alm mit See entdecken wir eine Pferdeherde, dort wäre unser Plan B zur Übernachtung gewesen, sind wir froh, dass wir schon früher einen Schlafplatz gefunden hatten. Großräumig weichen wir aus und geben Acht, dass sie uns nicht bemerken. Wie Indianer schleichen wir uns im Wald vorbei. Am Abstieg kommen wir am Aussichtspunkt Pyramide vorbei – einem kleinen Bankerl mit einem lustigen Sammelsurium an Dingen und Bildern. Dann, um Punkt 10 Uhr treffen wir wie ausgemacht vor der Kirche in Maglern ein und dort stehen schon Fritz und Maria mit Goodies für uns. Sie haben von uns eine Liste bekommen was wir alles brauchen, weil hier ist schon wieder keine Einkaufsmöglichkeit. Nachdem wir unseren Müll im Auto gelassen haben gehts nun endlich wieder in einer schönen großen Karawane bergauf Richtung Dreiländereck. Wir rasten an einer kleinen Lichtung mit Ausblick auf den Dobratsch. Fritz wird von einer Wespe in den Fuß gestochen, doch zum Glück hat Maria Notfalltropfen dabei. So geht es weiter, einen Schwammerlwald bergauf bis wir den Gipfel mit herrlichem Ausblick in alle 3 Länder, Österreich, Italien und Slowenien erreichen. Bei der Bergstation des Sesselliftes bekommen wir wieder feines Essen und vor allem Radler! Dann müssen wir uns auch leider wieder verabschieden, der Besuch fährt mit der letzten Fahrt nach unten und wir fragen auf der Alp ob wir oben übernachten dürfen, kein Problem. Also steigen wir noch eine Sessellifttrasse hoch, um in sicherer Entfernung zu den weidenden Kühen zu sein, und haben wieder mal einen tollen Schlafplatz mit extra vielen Himbeersträuchern und Heidelbeeren. Das war ein sehr schöner Tag! Vertraute Gessicher daheim in Österreich, danke für den netten Besuch! Jetzt mampfen wir die Mannerschnitten. Beim Buch lesen nach Sonnenuntergang (wir lesen uns immer abwechselnd gegenseitig ein Buch vor, weil wir nur einen Ereader haben), lässt sich noch ein Kauz oder ein kleiner Uhu auf dem Baum neben uns nieder.

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