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Tag 81: Dobratsch

Die Pferde haben uns in Ruhe lassen und sind um 5 Uhr morgens wieder von der Lichtung weggezogen. Auch wir stehen früh auf weil wir einen 1500m Anstieg vor uns haben und da nicht auf die Mittagshitze warten wollen. Kurz nach 7 uhr gehts also los. Aus dem Wald kommt uns ein Schwammerlsammler entgegen, der einen grossen Sack voll mit Parasol dabei hat. Durch einen schönen Wald geht es langsam bergauf bis unter die Rote Wand, dort wird der Weg dann steiler und führt durch einen schmalen Streifen Wald zwischen der Roten Wand und der Kranzwand auf den Rücken des Dobratsch.

Dabei haben wir immer wieder herrliche Aussicht auf das Gailtal und das Dreiländereck und sehen auch mehrere Gemsen, aber keine Sandvipern die hier auch vorkommen sollen. Oben angekommen folgen wir kurz der Straße bis zum Alpengarten, ein botanischer Garten mit allen möglichen Alpenpflanzen. Nur allzu gerne wären wir da reingegangen um all die Pflanzen die wir täglich sehen auch benennen zu können, doch mit den zwei Böcken haben wir uns dann doch nicht rein getraut – sonst stehen da nur mehr Namensschilder herum ohne die dazugehörigen Pflanzen. Von hier gehen wir einen gemütlichen Wanderweg hinauf bis zum großen Parkplatz am Ende der Straße, und dann den recht überlaufenen Panoramaweg weiter hinauf zum Gipfel mit den zwei Kapellen. Bei prachtvoller Aussicht auf die Touren der nächsten 2 bis 3 Tage machen wir Mittagspause. Wir werden wieder mal oft angesprochen. Vor dem steilen Abstieg Richtung nach Bad Bleiberg fragt uns auch ein junger Mann wo wir denn hin wollen. Wir sind da mittlerweile schon recht ungeniert und erzählen dass wir oberhalb von Bad Bleiberg im Wald ein Platzerl suchen wollen. Erst später gibt er sich als der Bürgermeister zu erkennen. Es war ihm zwar sichtlich nicht ganz recht, aber er hat dann doch gemeint es geht in Ordnung. Am Weg hinunter haben die zwei Böcke wieder Abgeholt-Vom-Kindergeburtstag gespielt und sich gehörig gesträubt wieder abzusteigen. Da hilft dann manchmal nur mehr ziehen und schieben. Wir finden uns schon recht hoch oben im steilen Gelände auf einem Rücken ein schmales ebenes Platzerl und genießen noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir das Zelt aufbauen und doch recht müde schlafen gehen.

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