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Tag 83: Puch – Zauchen – Afritz

Die Sonne weckt uns, es schaut aus wie im Dschungel, Lianen, Farne, hohes Gras,… Sehr schön wieder mal unser Plätzchen. Das letzte Stück vom Reinling versüßt uns unser Frühstück, auch eine Melone haben wir heute, die wurde gestern nicht gegessen. Wieder mal viel Vitamine! Pünktlich zum Satteln erscheint auch Bumbum aus dem Dschungel. Heute gehts nun wieder mal an eine längere Wegstrecke. Wir spazieren durch Wald und Wiesen und überqueren die Drau bei Töplitsch, und nach einer Stunde sind wir in der Zivilisation, und zwar in Puch.
Als wir uns ein Eis kaufen werden wir von 2 Männern angesprochen, denen unsere Tiere wieder mal sehr gut gefallen, einer davon, ein merkwürdiger schrulliger Typ zeigt uns sein zu Hause, nämlich ein Anhänger an seinem Auto, Schlafsack, Licht, Klimaanlage und Radio sind unter einer Pläne versteckt. Damit fährt er heute noch nach Gmünd, na servas, es ist 10 Uhr früh und er ist jetzt schon betrunken, wie da wohl die Autofahrt wird? Nun gehts auf den Zauchen rauf, nachdem uns ein netter Herr den Weg beschrieben hat und oben auf der Alp rasten wir und essen immer noch am feinen Käse und an der Wurst vom Heimo. Mit Mühe können wir die beiden Ziegen dann weiter über einen Stacheldrahtzaun bringen, in dem wir eine Holzbrücke auslegen und die beiden da drüberbalancieren. Schieben und ziehen unsererseits… Wir hatten noch nie so viel Stacheldrahtzaun wie hier in Kärnten, recht anstrengend weil man auch immer höllischen auf die Ausrüstung aufpassen muss wenn man einen Zaun quert. Auf der Rückseite des kleinen Berges finden wir viele Ferienhäuser und etliche Wegweiser zum Schwarzsee hinauf, den haben wir wohl versäumt. Vor 2 Wochen gabs hier ein riesiges Unwetter und wir sehen einige umgestürzte Bäume, auch der Weg nach unten nach Afritz ist dann ab einer Alm gesperrt, weil sie den noch nicht freigeräumt haben. Wir gehen trotzdem und finden jede Menge Parasol und dann auch Bier! Eine Männergruppe wieder mal, und zwar Waldarbeiter die den Weg nach oben bereits freigesägt haben sitzen nun um eine Bierkiste herum und feiern den freien Weg. Die sind natürlich auch begeistert von den braven Ziegen und bieten uns Bier an. Kurzweilig wars und schon gehts weiter runter nach Afritz wo wir uns an der Bäckerei für den letzten Anstieg rüsten. Ulrich bleibt draussen und Bumbum schreit nach mir. Kommentar der Bäckerin: Ich glaub ich bin schon blöd, ich höre Ziegen meckern. Daraufhin antworte ich: Nein, das ist meine Ziege. Erst recht ungläubiges Gelächter, dann der Blick zur Türe und dann ein recht undefinierbarer Gesichtsausdruck. Wir steigen nur noch eine Stunde auf und schlafen an einer Lichtung. Hab an dem Hochstand neben uns einen Zettel hinterlassen, dass da 2 Ziegen und 2 Wanderer sind, die nicht erschossen werden möchten. Wir hören es nun fast jeden Tag schießen, es ist Jagdsaison.

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