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Tag 94: durchs Schöttltal aufs Glattjoch mit Ingrid und Beni

Es war eine recht unruhige Nacht. Um 4 Uhr hallten laute Explosionen durch das Tal. Um 5 Uhr röhrte es für eine ganze Weile von Oberwölz herauf (nein, kein Hirsch sondern eine Proletenschüssel – aber zum gleichen Zwecke). Und um 6 Uhr hört man ein Feuerwerk obwohl das ganze Tal noch vom Nebel verhangen ist.
Nach einem lecker Frühstück (Mohnkranz vom Bäcker) steigen wir wieder ab nach Oberwölz. Die Böcke sind wieder mal total überdreht und springen trotz den schwer beladenen Taschen bergab. Um 9 Uhr treffen wir unten dann Ingrid und Beni, die extra früh aufgebrochen sind von daheim um den heutigen sonnigen Tag zu nutzen.
Am Hauptplatz wird noch Wasser nachgefüllt und dann gehts durch den Ort und eine Straße das Tal hinein oberhalb des Schöttlbaches. Einige Kilometer später wird der Weg endlich zu einer Schotterstraße, die den Bach entlang führt. Wir machen eine Mittagspause am Ufer. Am Ende der Straße angekommen stehen noch ein paar Jagdhütten und unser Weg führt nun hinauf durch den Wald ins linke Seitental. Beni findet einige Eierschwammmerln die wir natürlich mitnehmen. Am Talschluss angekommen ist noch eine Kuhherden zu durchqueren und am Bach machen wir nochmals kurz Pause und füllen unser Wasser nach für den Anstieg zum Joch. Wenig später stehen wir zu sechst oben am Glattjoch und genießen die Aussicht. Dort oben steht eine aus Stein errichtete uralte Kapelle. Angeblich aus dem 9.Jhdt nach Christus – sehr beeindruckend! Die Wände sind über 1m dick, und es hat die gleiche Bauweise wie die Kelten in Irland hatten, wahrscheinlich kamen da mal welche vorbei. Das Aufstiegstal war auch schon recht mystisch, sehr passend. Auf der anderen Seite des Jochs steigen wir nochmal 10 Minuten ab zu einem  kleinen Teich, wo wir unser Lager aufschlagen wollen. Doch zuerst wird grilliert! Ingrid und Beni haben extra einen Einweg-Griller mitgeschleppt, und dazu Bier und Rotwein. Der Griller erweist sich aber als sehr träge, und so müssen wir noch etwas warten bis es dann Käsekreiner, Halloumi, Maiskolben und Eierschwammmerln in Butter gibt. Was für ein Festmahl! Bumbum und Mano haben sich beim Grasen langsam immer weiter entfernt und stehen nun im felsigen Gelände hoch über uns. Beni übernimmt diesmal das Einfangen und holt die Böcke zurück. Nach einem prachtvollen Sonnenuntergang wird es sehr schnell kalt und Beni und Ingrid bauen ihr Zelt auf während Clara ohne Zelt schlafen will weil die Nacht trocken bleiben soll. Leider kommt dann aber recht ein Wind auf, der in Böen durch unseren Schlafsack pfeift und daher legen wir später doch noch die Plane über uns.

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