Tag 91: Frauenalpe – Murauer Hütte

Das Gewitter blieb über dem Gipfel vor uns – gut, dass wir nicht weiter gegangen sind. Der Regen hat bald aufgehört und die Nacht war absolut totenstill. Kein Wind, kein Vogel, kein Gezirpe, einfach nichts. Morgens essen wir all unsere Vorräte zum Frühstück auf und packen unsere feuchten Sachen zusammen. Die zwei Ziegen grasen eine grosse Runde, erscheinen aber wieder pünktlich zum  Aufbruch. Sehr brav. Manolito hat eine kleine aufgeriebene Stelle am Rücken, die wir schon länger beobachten, aber nun erscheint sie uns geschwollen. Weh tut ihm aber nichts wenn wir draufdrücken. Wir entscheiden uns mal die Sättel zu wechseln, jetzt hat Bumbum den Prinzessinen Sattel mit der Rolle! Tag 91: Frauenalpe – Murauer Hütte weiterlesen

Tag 90: Flattnitz – Prankerhöhe

Morgens warten wir bis die Sonne sich zeigt um dann unsere gestern gesammelten Heidelbeeren mit Müsli zu zmörgelen. Der Abstieg nach Flattnitz dauert keine Stunde mehr. Wir gehen durch den Ort, weil wir etwas Brot gebrauchen könnten, doch der Ort wirkt recht verschlafen und Geschäft gibt es keines. Doch man hat uns sehrwohl bemerkt denn am Ortsende werden wir von einem Auto sehr langsam überholt und beim nächsten Parkplatz steigt ein älteres Ehepaar aus. Sie haben die zwei Ziegen gesehen und sind uns dann nach gefahren. Sie haben selbst auch ein paar Ziegen und finden unsere Tiere ganz toll. Tag 90: Flattnitz – Prankerhöhe weiterlesen

Tag 89: Weitental – Lattersteighöhe – Haidnerhöhe

Um halb 8 Uhr springt Ulrich aus dem Bett und beginnt sogleich ein feines Frühstück zu zaubern. Es ist von gestern noch Apfelstrudel übrig und wir müssen auch sonst viel übrig gebliebenes aufessen. Ich komme etwas später nach und wir packen unsere Sachen zusammen und räumen die Wohnung auf. Um 10 Uhr wollen wir los, unsere italienischen Nachbarn werden uns ein wenig begleiten. Das Wetter ist regnerisch, die Tiere aber total motiviert und wir sind pünktlich fertig. Nach einem Gruppenfoto gehts los in einer riesigen Karavane, 12 Menschen, und 2 total überdrehte Ziegen – we are on the road again. Tag 89: Weitental – Lattersteighöhe – Haidnerhöhe weiterlesen

Tag 87 & 88: Pause

Lange schlafen, grasen mit den Ziegen, einkaufen im kleinen Dorfladen mit geschäftstüchtiger Verkäuferin, und dann die ganze Zeit vorm Haus mit den Ziegen sitzen, weil wenn man rein geht schreit Bumbum herzzereissend. Also ist immer einer von uns bei den Ziegen. Ulrich lädt alle elektronischen Geräte im Akkord, putzt unsere Schuhe und wir werden schon wieder abends bei den Italienern eingeladen. Wir bringen als Nachspeise alle Zutaten für einen Kaiserschmarrn mit und machen eine kleine Kochvorführung, und es schmeckt allen hervorragend! Tag 87 & 88: Pause weiterlesen

Tag 86: Rinsennock – Turracher Höhe

Wir haben die Nacht dann doch noch recht gut geschlafen, obwohl wir in einer Steillage waren und ich immer wieder runter gerutscht bin. Als die Sonne kommt holt Ulrich noch die Taschen, die wir in der hektischen Flucht der Nacht oben am ursprünglichen Schlafplatz gelassen haben und während der Schlafsack trocknet frühstücken wir ausgiebig. Mano humpelt nicht mehr und ich kann auch überall herum drücken am Fuss entlang, er hat keine Schmerzen. Trotzdem entladen wir seine Taschen und teilen den Inhalt auf uns 3 auf. Er muss jetzt nur noch den leeren Sattel tragen, der wiegt fast nichts. Tag 86: Rinsennock – Turracher Höhe weiterlesen

Tag 85: Falkert – Priesshütte – Pregatscharte

Die Sonne weckt uns gegen 7 Uhr. In der sternenklaren Nacht haben wir viele Sternschnuppen der Perseiden gesehen. Sobald alles trocken ist brechen wir auf. Nach Bad Kleinkirchheim runter sind es nur wenige Minuten. Am Brunnen vor der Kirche füllen wir unsere Wasservorräte und dann gehts die 1200 Höhenmeter rauf zum Falkert. Zuerst steil durch dichten Wald, dann flacher durch Lärchen. Schließlich erreichen wir die Baumgrenze und blicken über die schier endlosen sanften, grünen Gipfel der Nockberge. Tag 85: Falkert – Priesshütte – Pregatscharte weiterlesen

Tag 84: Wöllaner Nock – Bad Kleinkirchheim

Es hat uns kein Jäger aufgestöbert. Auch keine Wanderer, und so konnten wir auch etwas länger schlafen. Wir gehen weiter bergauf, vorbei am Mörderboden (dort wollten wir nicht schlafen, deshalb hatten wir uns vorher was gesucht) nach Oberwöllan. Ein älteres Ehepaar wird auf uns aufmerksam und sind ganz entzückt. Sie war früher Sennerin auf der Millstätter Alm und hatte selbst auch mal eine Ziege. Er meint die Ziegen sollen die ganzen Blumen vorm Haus ruhig fressen, bricht den Ziegen, nach einem bösen Blick seiner Frau, schöne Äste einer Esche ab. Sie wollen uns auch Speck mitgeben, aber wir müssen dankend ablehnen – wir essen immer noch an der Salami die wir von Heimo mitbekommen haben. Weiter gehts langsam bergauf durch Wälder auf einsamen Forststraßen. Tag 84: Wöllaner Nock – Bad Kleinkirchheim weiterlesen

Tag 83: Puch – Zauchen – Afritz

Die Sonne weckt uns, es schaut aus wie im Dschungel, Lianen, Farne, hohes Gras,… Sehr schön wieder mal unser Plätzchen. Das letzte Stück vom Reinling versüßt uns unser Frühstück, auch eine Melone haben wir heute, die wurde gestern nicht gegessen. Wieder mal viel Vitamine! Pünktlich zum Satteln erscheint auch Bumbum aus dem Dschungel. Heute gehts nun wieder mal an eine längere Wegstrecke. Wir spazieren durch Wald und Wiesen und überqueren die Drau bei Töplitsch, und nach einer Stunde sind wir in der Zivilisation, und zwar in Puch. Tag 83: Puch – Zauchen – Afritz weiterlesen

Tag 82: mit Caro, Flo, Emine und Natasa von Bad Bleiberg nach Mittewald

Die Nacht war für mich unangenehm, weil ich immer wieder den Hang hinunter gerutscht bin, Ulrich hat sich in einer Mulde verkrochen. Reindling zum Frühstück, so fein, und dann gehts runter nach Bad Bleiberg. Wir werden dort auch angesprochen, als wir uns aber am Dorfbrunnen auch die Haare waschen werden wir nur von einer Zeitunglesenden Dame beobachtet, die uns erst später als wir frisch gewaschen an ihr vorbeimaschieren anspricht und photographiert. Sie würde ihren Schnappschuss gerne an eine Zeitung schicken, als Leserbild der Woche, wir bitten sie das nicht zu tun. Mal sehen. Am Hauptplatz bekommen wir von einer Dame noch 10 Euro zugesteckt für einen Kaffee und ein Brot für die Ziegen. Worauf wir uns bei der Bäckerei reichlich eindecken. Unsere 4 Besucher kommen per Autostop kurz nach der abgemachten Zeit an, der Bus ist nicht gefahren, obwohl es im Fahrplan steht. Gut gelaunt geht es mit Caro, Flo, Emine und Natasa los, Bumbum und Manolito glücklich über die grosse Karawane mittendrin. Tag 82: mit Caro, Flo, Emine und Natasa von Bad Bleiberg nach Mittewald weiterlesen

Tag 81: Dobratsch

Die Pferde haben uns in Ruhe lassen und sind um 5 Uhr morgens wieder von der Lichtung weggezogen. Auch wir stehen früh auf weil wir einen 1500m Anstieg vor uns haben und da nicht auf die Mittagshitze warten wollen. Kurz nach 7 uhr gehts also los. Aus dem Wald kommt uns ein Schwammerlsammler entgegen, der einen grossen Sack voll mit Parasol dabei hat. Durch einen schönen Wald geht es langsam bergauf bis unter die Rote Wand, dort wird der Weg dann steiler und führt durch einen schmalen Streifen Wald zwischen der Roten Wand und der Kranzwand auf den Rücken des Dobratsch. Tag 81: Dobratsch weiterlesen