Tag 80: Petutschnig Hütte – Arnoldstein

Wieder mal ist unser Schlafsack vom Tau durchnässt, aber weil es so ein toller Schlafplatz war und die Sonne schon wieder scheint geht es nach einem Restlessen bergab. Wir haben nun unseren Proviant total aufgebracht. Als wir an der Pertutschnig Hütte vorbeikommen lockt mich schon wieder jemand mit einem richtigen Kaffee! (Thorsten und Katrin wissen ja wie gern ich das habe) Und schon sitzen wir am üppig beladenen Frühstückstisch einer Männerrunde von Jugendfreunden, die sich seit Jahrzehnten bei Heimo auf dieser Hütte für einen Männer Abend trifft. Ich glaub die Nacht war kurz, und der Hunger am Morgen nicht so ausgeprägt, also bekommen wir köstlichen selbst gemachten Marillenkuchen und Reindling, sowie feinen Käse, Wurst und Melone. Tag 80: Petutschnig Hütte – Arnoldstein weiterlesen

Tag 79: Dreiländereck mit Maria und Fritz

Morgens um 5 werden wir von einem verfressenen Mano aufgeweckt, der um uns herumgrast und dabei ganz laut bimmelt. Ich kann nur schlecht wieder einschlafen, weil der Schlafsack vom Tau so durchnässt ist, dass es auf meinen Unterschenkel tropft. Außerdem geht um 6 Uhr der Wecker, weil wir noch ein wenig absteigen müssen um zum Treffpunkt mit meiner Mutter zu gelangen. Wir sind heute total effizient, Frühstück und alles einpacken geht ruckzuck und wir sind um 7 Uhr schon auf dem Weg. Tag 79: Dreiländereck mit Maria und Fritz weiterlesen

Tag 78: Kesselwald – Feistritzalm – Karpinberg

Morgens erwachen wir in einem freundlichen Wald, sonnendurchflutet und mit Vogelgezwitscher, Abends war er noch ganz dunkel und unheimlich. Überhaupt hatten wir im Mai die Vögel als Hauptbegleiter, jetzt haben wir schon lange kein so üppiges Gezwitscher wie in der Schweiz gehört.
Die Tiere und wir sind motiviert und so gehts los weiter entlang des ViaAlpina. Bald finden wir einen sauberen grossen Fluss wo wir uns wieder mal gründlich waschen, sodass die Kopfhaut schmerzt. Ich wasche meine Hose besonders gründlich, die ist schon recht grusig und morgen treff ich meine Mami, da soll ich doch ordentlich aussehen. Tag 78: Kesselwald – Feistritzalm – Karpinberg weiterlesen

Tag 77: Nassfeld – Vallone di Rio Bianco – Egger Alm

Das Gewitter kam nicht zu uns. Es stürmte und regnete, aber der Abstand zwischen Blitz und Donner hielt sich konstant bei 6 Sekunden. Ist hält blöd wenn die Wettervorhersage nicht stimmt, wir wären sonst sicher irgendwo tiefer gelagert. Egal. Aufgewacht sind wir 4 recht gerädert am nächsten Morgen und Frühstücken erst mal in der Sonne. Blöderweise ist irgendwo Öl runter getropft und unser Schlafsack und das Tarp hats erwischt. Ulrich ist mit putzen beschäftigt während ich mit den Rackern grasen gehe. Wir kommen erst recht spät los und überschreiten den Grad zurück zum ViaAlpina und folgen dem Wanderweg bis zum Madritschen wo wir wieder in viele Touristengruppen geraten, jedoch bekommen unsere beiden ganz viele Leckerlies von den Kindern die brav Erlen sammeln. Tag 77: Nassfeld – Vallone di Rio Bianco – Egger Alm weiterlesen

Tag 76: Zollnerseehütte – Straniger Alm – Trogkofelbahn-Bergstation

Pfuh, was für ein länger Tag! Wir stehen wieder mal früh auf und verlagern uns aus der kleinen Mulde ein paar Meter weiter nach oben um mit Sonne im Gesicht bei prachtvollen Panorama zu frühstücken. Der Schlafsack ist vom Tau recht nass geworden, trocknet aber schnell. Wir packen uns zusammen und verlassen diesen schönen Ort, einer der schönsten Schlafplätze bis jetzt. Beim Abstieg zur Bischofsalm trete ich fast auch eine stattliche Schlange die sich am Weg zwischen dem feuchten Gras in der Morgensonne wärmt (wahrscheinlich eine Wiesenotter). Mit meinem Stock versuche ich sie wegzuheben woraufhin sie anfängt zu fauchen und zwei mal in den Stock beisst bevor sie abhaut. Tag 76: Zollnerseehütte – Straniger Alm – Trogkofelbahn-Bergstation weiterlesen

Tag 75: Plöckenpass – Köderkopf

Ulrich hat das Frühstücksbuffet sehr genossen, ich hatte Tee mit einer Semmel. Wir starten langsam, machen viele Pausen, kurz nach der ersten Biegung sehen wir ein Schild, das alles verbietet. Zelten, Lärm, Sonnenbaden, Radfahren, offenes Feuer,…. Aber Jagdstände überall. Wir wandern beim Plöckenpass vorbei und sehen uns Soldatenfriedhöfe an, auch hier wurde vor 100 Jahren heftig gekämpft. Später finden wir uns in einem bezaubernden Tal wieder. Tag 75: Plöckenpass – Köderkopf weiterlesen

Tag 74: Passo Giramondo – Wolayerseehütte – untere Valentinalm

Die Nacht hat es durchwegs geregnet und morgens macht es einfach weiter. Die Motivation aus dem Schlafsack oder aus dem Zelt zu kriechen ist gleich 0. Wir überlegen sogar einfach den Tag im Zelt zu verbringen, aber das können wir beide nicht. Also gibts Frühstück unterm Zelt und die beiden Ziegen machen auch keine Anstalten das trockene Plätzchen unterm Tarp zu verlassen. Trotzdem schaffen wir es sie zu motivieren. Und wir gehen nun mit Schirm und nassen Ziegen los Richtung Passo Giramondo. Tag 74: Passo Giramondo – Wolayerseehütte – untere Valentinalm weiterlesen

Tag 73: Hochspitz – Luggauer Törl – Öfner Joch – Sissanis di sotto

Die Nacht war sternenklar, der Mond so hell dass wir manchmal davon aufgewacht sind. Morgens ist alles nass vom Tau und wir bleiben länger im Schlafsack in der Hoffnung die Sonne kommt bald über die Scharte. Kurz vor dem ersehnten Sonnenstrahl schiebt sich eine dicke Wolke davor und wir müssen wieder mal einen nassen Schlafsack einpacken. Gestärkt nach einem kräftigen warmen Müsli mit viel Honig  (muss den Babymilchgeschmack des Milchpulvers überdecken, haben seit der Schweiz kein normales Milchpulver bekommen) gehts nun auf den Gipfel, zu dessen Füssen wir geschlafen haben. Herrlicher Ausblick vom Hochspitz! Tag 73: Hochspitz – Luggauer Törl – Öfner Joch – Sissanis di sotto weiterlesen

Tag 72: Standschützenhütte – Porze – Hochspitzsenke

– Jö schau, ein Schwammerl!
– Hm das sieht aber giftig aus.
– Nein, Bumbum! Nicht!!
– jetzt hat ers gfressn.
Das ist noch ein Nachtrag zu einer unserer Konversationen gestern. Die Nacht war regnerisch und nach diversen Einbruchsversuchen unserer beider Racker in die Hütte haben wir sie verschlossen und verriegelt. Haben ja eh ihr Tarp draussen und sind windgeschützt. Tag 72: Standschützenhütte – Porze – Hochspitzsenke weiterlesen