Die Flause ist Wirklichkeit geworden

Wir haben es also tatsächlich geschafft, nach 4 Monaten unterwegs – in Zürich gestartet und jetzt kurz vor Wien angekommen. Mit dieser Reise haben wir uns einen Traum verwirklicht und eine einmalige Gelegenheit in unserem Leben genutzt um dies auch tatsächlich durchziehen zu können. Und den idealen Sommer hatten wir uns auch ausgesucht, denn abgesehen von ein paar Unwettern und einigen wenigen kalten Nächten haben wir fast immer traumhaftes Wetter gehabt.

Wir danken Eveline und Dominik dass sie uns das Reisen mit Packziegen näher gebracht haben. Die zwei Racker waren eine große Bereicherung auf unserer Reise, weniger wegen den paar Kilos die sie uns von unseren Rücken genommen haben sondern viel mehr wegen der Gesellschaft dieser ruhigen, munteren und ausdauernden Tiere.

Besonders bedanken wollen wir uns auch bei allen die uns besucht und ein Stück begleitet haben und damit unseren Weg gesellig und abwechslungsreich gemacht haben:
Sebi & Corina, Lea, Ingrid & Julia, Maria & Fritz, Caro & Emine, Flo & Natasa, Ingrid & Beni, Wasti & Babs, Evy & Erich, Margit & Martin, die Stockis, Gregor, Sabine & Christoph.

Auch für die ganz besonderen Begegnungen unterwegs möchten wir uns bedanken, insbesondere bei Thorsten & Katrin, bei Heimo, bei Ulrich, bei Paolo und seiner Familie, und bei Annemarie.

Mit ruhigem Gewissen stellen wir unsere Böcke in ein Winterquartier, welches liebevoll von Hannes, Renate und Günter vorbereitet wurde, und von den ersten beiden auch betreut wird.

Vielen lieben Dank auch an all die lieben Leute die uns Kommentare und Emails geschrieben haben. Die meist aufmunternden Worte haben uns immer wieder unterstützt und motiviert. Auch all den stillen Lesern möchten wir danken, dass sie uns in ihren Gedanken begleitet haben.

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Wir haben nun noch ein paar Wochen Zeit den Wiedereinstieg in die Zivilisation und das Arbeitsleben zu schaffen. Auch daran, dass unsere Böcke uns nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen, werden wir uns erst gewöhnen müssen. Es war eine wunderschöne Zeit, ein unglaubliches Abenteuer und die Erfüllung eines Traumes!

– Ende –

Tag 118: Dreistetten – Bad Fischau

Die letzte Nacht unserer Reise haben wir tief und fest geschlafen. Die Böcke stehen am Morgen artig hinterm Zaun mit Blick auf unsere Tür. Nach dem Frühstück wäscht Clara die Satteltaschen während Hannes und ich noch zwei Stellen am Zaun verstärken wo die Racker unter Umständen noch raus könnten. Dann packen wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg Richtung Fischau. Tag 118: Dreistetten – Bad Fischau weiterlesen

Tag 117: Hohe Wand – Dreistetten

Das Sofa war sehr gemütlich und auch das Frühstück üppig. Wir verabschieden uns von der Jungfamilie und wandern bergauf auf die Hohe Wand. Die Tiere haben Hunger und schlagen sich die Bäuche voll mit Eschen und Himbeersträuchern. Auf dem Gipfel, dem Plackles, finden wir traurige verlassene alte Gast- und Ferienhäuser vor, an denen die besten Jahre schon vorbei gezogen sind. Dann gehts am Hochplateau weiter entlang der Wand mit herrlicher Aussicht bis zum Neusiedlersee. Leider kommt die Sonne heute nicht hervor, aber es bleibt zumindest trocken. Unseren Bergziegen gefällt jedenfalls die Aussicht und sie wagen sich immer wieder zur Wand und schauen die steilen Felsen hinunter. Tag 117: Hohe Wand – Dreistetten weiterlesen

Tag 116: bei Sabine, Christoph und Killian in Miesenbach

Die Nacht war sehr windig, doch wir haben das Zelt gut aufgestellt und abgespannt und dann hält auch unser kleines leichtes Zelt einem stärkeren Wind stand. Am Morgen lässt der Wind etwas nach, wir packen erst alles zusammen und gehen dann wieder rauf zum Aussichtspunkt um in der Morgensonne zu frühstücken. Manolito hat seine Tollkischen gut vertragen und die Böcke grasen munter drauf los, sodass ich sie erst suchen muss bevor wir sie dann satteln können und los marschieren. Tag 116: bei Sabine, Christoph und Killian in Miesenbach weiterlesen

Tag 115: mit Gregor am Schneeberg

Wir wachen recht unterschiedlich auf. Ich im Bett im Gästezimmer meiner Mutter und Ulrich im Zelt am Fusse des Schneeberges. Bettina bringt mich und meinen Bruder zu dem Punkt wo ich gestern die Wanderung unterbrochen habe und wir steigen von Vois aus wieder eine Stunde auf. Dort treffen wir auf Ulrich, der schon alles zusammen gepackt hat, und auf uns wartet. Die Böcke liegen friedlich in der Sonne und meckern uns an. Endlich geht es weiter. Der Fleischersteig ist ziemlich steil und die Böcke zeigen wieder mal wie geländegängig sie sind. Die haben richtig Spass da raufzuturnen. Tag 115: mit Gregor am Schneeberg weiterlesen

Tag 114: Pausentag am Fuße des Kuhschneebergs

Heute Morgen ist es zum ersten Mal seit längerem nicht mehr kalt. Also verlassen wir für das Frühstück unser Nest. Danach packen wir heute nicht gleich zusammen und maschieren weiter sondern bleiben noch ganz gemütlich sitzen. Und erst dabei merken wir, dass wir doch schon einige Wehwechen haben und der Rücken und das eine oder andere Gelenk schmerzt – die letzten 113 Tage sind also nicht spurlos vorüber gegangen. Trotzdem gehen wir dann mit den Böcken noch eine Runde spazieren. Dabei finden wir auch einen recht neuen Hochstand der natürlich gleich angenagt wird. Dann verlässt uns Clara, sie steigt wieder ab nach Vois um heute Nachmittag auf eine Hochzeit zu gehen. Tag 114: Pausentag am Fuße des Kuhschneebergs weiterlesen

Tag 113: Schwarzau – Kuhschneeberg

Weil es auch in der Früh noch kalt ist und recht stark windet frühstücken wir im Winterraum, während die Böcke rund um die Hütte grasen und es ganz toll finden auf der Terrasse und den Bänken auf und ab zu spazieren. Dann wagen wir uns doch raus und steigen über den Hirschkogel ab nach Schwarzau. Bald schon kommt die Sonne raus und es wird angenehm warm – das Wetter soll von heute an sonnig und warm bleiben. In Schwarzau demonstriert die Feuerwehr ihr Können vor einigen Schulklassen als wir den Kirchplatz passieren. Tag 113: Schwarzau – Kuhschneeberg weiterlesen

Tag 112: Gippel – Perschkogel – Waldfreundehütte

Tja, früh kamen wir nicht raus weil es wie nun so oft regnet. Aber bald lösen sich die umherziehenden Wolken auf und die Sonne scheint in tollen Strahlen durch den noch ein bisschen länger liegen gebliebenen Nebel. Wir wandern nun am Höhenweg weiter Richtung Gippel und besorgen uns bei der Hofalm noch Wasser. Das ist immer das Problem bei so Höhenwegen, dass es eben keine Quellen oder Flüsse gibt. Der Weg zum Gipfel zieht sich, doch dann geht es steil bergauf und wir sind plötzlich da. (Anmerkung Uli: Clara stolpert mehr rauf als dass sie geht und ich muss ihr mehrmals gut zureden um sie weiter zu motivieren). Tag 112: Gippel – Perschkogel – Waldfreundehütte weiterlesen

Tag 111: Hubertussee – Göller

Die Nacht war wieder recht kalt. Eingemummelt im Schlafsack warten wir bis die ersten zarten Sonnenstrahlen durch den Wald dringen bevor wir aufstehen. Nach einem warmen Müsli mit Apfel packen wir alles zusammen und folgen dem Wanderweg entlang einem romantischen Bächlein hinunter zur Strasse. Dieser folgen wir zum Hubertussee, ein sehr idyllischer Stausee mit vielen Vögeln und Fischen, der von süssen Ferienhäusern und leider aber auch von protzigen Jagdhütten umgeben ist. Das Wetter ist schön und in der Sonne ist es auch angenehm warm. Tag 111: Hubertussee – Göller weiterlesen

Tag 110: Mariazell

In der Nacht hat es überraschenderweise wieder mal stark zu Regnen begonnen und Ulrich musste nochmal aufstehen und in die Kälte und vor allem Nässe um den Tieren mit dem Tarp ein Shelter zu bauen. Morgens frühstücken wir unter dem Zelt und brechen dann auf als es doch zu regnen aufhört und Sonnenstrahlen sogar zu uns durchdringen. Eine schöne Landschaft ist das hier wieder mal, viele Heiligenbilder der Pilger und Kreuze überall. Bei Mariazell müssen wir leider eine Zeit lang die Strasse bergauf gehen, wo immer wieder Motorradfahrer vorbei brausen und dann auch Radfahrer absteigen und uns ausfragen, die Kombination von Böcken mit Angst und nebenbei immer das gleiche erzählen macht mich fast aggressiv und ich reagiere einfach nicht mehr wenn mich wieder jemand anspricht und bin eher beschäftigt die Motorradfahrer mit einem Winken zum langsamer fahren zu bewegen damit Bumbum nicht so zittern muss. Wir haben nun mal Fluchttiere und sie versuchen eben auch bei Gefahr zu fliehen. Tag 110: Mariazell weiterlesen