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Tag 112: Gippel – Perschkogel – Waldfreundehütte

Tja, früh kamen wir nicht raus weil es wie nun so oft regnet. Aber bald lösen sich die umherziehenden Wolken auf und die Sonne scheint in tollen Strahlen durch den noch ein bisschen länger liegen gebliebenen Nebel. Wir wandern nun am Höhenweg weiter Richtung Gippel und besorgen uns bei der Hofalm noch Wasser. Das ist immer das Problem bei so Höhenwegen, dass es eben keine Quellen oder Flüsse gibt. Der Weg zum Gipfel zieht sich, doch dann geht es steil bergauf und wir sind plötzlich da. (Anmerkung Uli: Clara stolpert mehr rauf als dass sie geht und ich muss ihr mehrmals gut zureden um sie weiter zu motivieren).
Am Gippel ist es windig, aber wir haben recht gute Sicht auf die umliegende Landschaft, nur Richtung Schneeberg wirds wolkig. Wir steigen ab und rasten und jausnen auf einer romantischen Almwiese wo Bumbum auch noch mal fest einschläft in der Sonne. (Anmerkung Uli: durch das gute Wetter und das gute Essen ist Clara nun wieder voll motiviert). Dann gehts auf unseren Herzensberg, den Perschkogel. So oft dort gewesen, aber von dieser Seite aus haben wir ihn auch noch nie gesehen. Oben erwartet uns das vertraute Gipfelkreuz und überall lagern Kühe, die aber uns und die Böcke recht cool beäugen und teils nicht mal aufstehen wenn wir vorbeigehen und auch mittendrin stehen bleiben um uns ins Gipfelbuch einzutragen. Ein paar Schritte davon entfernt finden wir einen Kyselak, der war also auch schon hier. Wir werden gerade sehr sentimental weil es für uns nun Heimat ist. Zum Glück lenken uns Kühe und Böcke schnell ab und wir ziehen weiter. Der Weg ist anstrengend, es geht immer einen Grat entlang und auf einer Seite immer recht felsig und steil runter, und es ist alles recht schmierig weil durchnässt und die Böcke übermütig. Vorbei an Gamsherden durch einsame Wälder führt uns der Grat erst auf den Preineckkogel, von wo aus wir nun doch zum ersten Mal den Schneeberg in voller Pracht erblicken – wieder ein recht spezieller, sentimentaler Augenblick. Weiter gehts über den von hier an sanfteren Grat bis zum Waldfreundehaus am Obersberg. Wanderer sehen wir nur am Gippelkreuz, sonst wieder mal noemand am Weg. Beim Waldfreundehaus wollten wir eigentlich nur wegen Wasser vorbei schauen, aber dann fanden wir dort einen tollen Winterraum mit herrlich gut sortierter Notfall-Getränke-Box und tollen Betten mit neuen Matratzen!! Alles auch recht neu gebaut, so schön, da schlafen wir. Abends lichtet sich auch die Sicht und der Schneeberg steht in voller Pracht vor uns. Sonnenuntergang und dieses Licht: 3 tes mal Sentimentalität an diesem Tag. Aber es ist sau kalt bei 4 Grad Celsius und es ist sehr windig, also schnell ins Bett. Bumbum wie immer zwischen zwei Bäumen angebunden und Manolito liegt direkt vor der Tür und bewacht uns.

Ein Gedanke zu „Tag 112: Gippel – Perschkogel – Waldfreundehütte“

  1. Wünsche euch für die letzten km nur noch warme Sonnenstunden, trockene Übernachtungsmöglichkeiten und Ruhe vor Kühen, Jägern, lästigen Menschen ua. Wirklich großartig mit welcher Ausdauer& Kondition ihr dieses außergewöhnliche „Projekt“ durchgezogen habt! Ein wunderschönes Ankommen nach dieser sehr langen „Reise“ in Dreistetten (Oberpiesting? ) wünscht euch
    Susanne

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