DSC03488

Tag 114: Pausentag am Fuße des Kuhschneebergs

Heute Morgen ist es zum ersten Mal seit längerem nicht mehr kalt. Also verlassen wir für das Frühstück unser Nest. Danach packen wir heute nicht gleich zusammen und maschieren weiter sondern bleiben noch ganz gemütlich sitzen. Und erst dabei merken wir, dass wir doch schon einige Wehwechen haben und der Rücken und das eine oder andere Gelenk schmerzt – die letzten 113 Tage sind also nicht spurlos vorüber gegangen. Trotzdem gehen wir dann mit den Böcken noch eine Runde spazieren. Dabei finden wir auch einen recht neuen Hochstand der natürlich gleich angenagt wird. Dann verlässt uns Clara, sie steigt wieder ab nach Vois um heute Nachmittag auf eine Hochzeit zu gehen.
So bleibe ich mit den Rackern alleine, die immer wieder große Runden grasen gehen und dazwischen wiederkäuend auf meinen Füssen liegen. Auch ich genieße den Pausentag, esse viel und liege in der Sonne auf unserem ausgesprochen schönen Lagerplatz. Ich nutz die Zeit auch um ein wenig zu schnitzen, wofür ich schon seit einigen Tagen ein paar Haselnuss Äste mittrage. Die Fotos der letzten zwei Wochen kann ich leider nicht hochladen, weil es schon seit Rottenmann keinen schnellen Internet Empfang mehr gab (außer in Mariazell, aber dort wollten wir nicht länger verweilen als notwendig). Im Vergleich zu der Schweiz, wo wir auf jedem Gipfel und in jedem Tal (einzige Ausnahme: Binntal) schnellstes Internet hatten, ist da Österreich etwas rückständig. Nur zum Blog schreiben und Wetterbericht abrufen reicht der Empfang meist aus.
Abends knallt es dann hie und da in der Umgebung, weshalb ich heute vorsichtshalber beide Böcke anleine. Jetzt liegen wir da, haben alle drei viel zu viel gegessen, lauschen dem Röhren der Hirsche und freuen uns schon darauf dass die Herde morgen wieder komplett sein wird!

2 Gedanken zu „Tag 114: Pausentag am Fuße des Kuhschneebergs“

  1. Eure Tagesberichte werden mir abgehen, jeden Tag freue ich mich wie ein Abonnent über eine neue aktuelle Seite und wenn einige Zeit nichts von euch kommt, bin ich schon ganz unrund und neugierig was ihr in den letzten Tagen erlebt habt. In 2 Tagen wird dann eure Reise zu Ende sein, zumindest diese von Zürich nach Dreistetten. Vielen Dank an euch vier, dass wir daran teil haben konnten.

  2. Liebe Clara, lieber Uli,
    nach dieser ausßergewöhnlichen Annäherung an die Heimat, wünsche ich euch ein wunderschönes Ende dieser Reise. Bis bald! Judith

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *