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Tag 115: mit Gregor am Schneeberg

Wir wachen recht unterschiedlich auf. Ich im Bett im Gästezimmer meiner Mutter und Ulrich im Zelt am Fusse des Schneeberges. Bettina bringt mich und meinen Bruder zu dem Punkt wo ich gestern die Wanderung unterbrochen habe und wir steigen von Vois aus wieder eine Stunde auf. Dort treffen wir auf Ulrich, der schon alles zusammen gepackt hat, und auf uns wartet. Die Böcke liegen friedlich in der Sonne und meckern uns an. Endlich geht es weiter. Der Fleischersteig ist ziemlich steil und die Böcke zeigen wieder mal wie geländegängig sie sind. Die haben richtig Spass da raufzuturnen.
Oben erwartet uns der Kuhschneeberg verlassen und sonnig. Wir überqueren schöne Almwiesen und beginnen den Aufstieg entlang des Wurzengrabens. Bis jetzt haben wir heute noch keine Wanderer gesehen, aber nun begegnen wir sehr vielen Menschen die den Sonntag am Berg verbringen. Den Feldherren Hügel haben wir leider verpasst, der sieht im Winter so anders aus. Deshalb machen wir ein Stück weiter oben zwischen den Latschen im Windschatten eine Mittagspause und Gregor holt für uns 3 jeweils einen Radler aus dem Rucksack. Wow, wie gut! Dann gehts rauf in den Wind und zum Klosterwappen. Viele Menschen, aber noch unangenehmer war der richtig stürmische Wind der die Wolken nur so dahin ziehen lässt. Unter dem Gipfelkreuz genießen wir noch die uns so vertraute Aussicht bis zur Hohen Wand und Wiener Neustadt – wir sind nun tatsächlich angekommen und ein wenig emotional. Da der Wind aber recht garstig ist und auch immer wieder Wolkenschwaden herumziehenden steigen wir bald wieder ab. Über den Fadensteig an dem wir die beiden Racker an die Leine nehmen, damit sie nicht so viel Steinschlag verursachen gehts runter zur Edelweißhütte wo wir noch was trinken und die Böcke reichlich mit altem Brot beschenkt werden. Dann müssen wir uns von meinem Bruder leider auch schon wieder verabschieden. Er steigt ab nach Losenheim und wir gehen weiter Richtung Mamauwiese und suchen uns ein wieder mal sehr schönes Lagerplätzen auf der Dürre Leiten mit Aussicht. Manolito kostet zu meinem Entsetzen Tollkirschen, hat jedoch keine sichtbaren Symptome. Die Pupillen bleiben normal und die Nacht ist ruhig.

Ein Gedanke zu „Tag 115: mit Gregor am Schneeberg“

  1. Wenn wir wirklich etwas vom Leben haben wollen, wenn wir bewusst und leidenschaftlich leben möchten, dann müssen wir einige jener Dinge tun, die wir immer schon einmal machen wollten. Denn daraus entstehen genau jene Erlebnisse und Eindrücke, die uns berühren und sich uns einprägen und uns ein Leben lang begleiten werden.

    Ihr habt das verwirklicht, was viele von uns vielleicht irgenwann selbst in ihrem Herzen getragen haben. Loszugehen, loszulassen und sich auf den Weg zu machen. Die ganze Weite des Weges vor sich, und nur eine Vorstellung von seiner Bewältigung. Nicht zu wissen und nicht planen zu können, was da wirklich kommen mag. Einfach Eintauchen, und sich dem Fluss des Geschens anvertrauen….

    Euer Blog, den wir über den Sommer hin verfolgt haben, hat uns virtuell an eurer Reise teilnehmen lassen. Wir haben euch gerne begleitet!

    Erich und Evy

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