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Tag 117: Hohe Wand – Dreistetten

Das Sofa war sehr gemütlich und auch das Frühstück üppig. Wir verabschieden uns von der Jungfamilie und wandern bergauf auf die Hohe Wand. Die Tiere haben Hunger und schlagen sich die Bäuche voll mit Eschen und Himbeersträuchern. Auf dem Gipfel, dem Plackles, finden wir traurige verlassene alte Gast- und Ferienhäuser vor, an denen die besten Jahre schon vorbei gezogen sind. Dann gehts am Hochplateau weiter entlang der Wand mit herrlicher Aussicht bis zum Neusiedlersee. Leider kommt die Sonne heute nicht hervor, aber es bleibt zumindest trocken. Unseren Bergziegen gefällt jedenfalls die Aussicht und sie wagen sich immer wieder zur Wand und schauen die steilen Felsen hinunter.
Die Wege sind uns nun sehr vertraut und wir kommen auch recht schnell vorwärts. Plötzlich fällt mir auf, das Bumbum hinkt und ich entferne ihm einen ziemlich grossen Stein der sich in seinen Klauen gefangen hat. Das Loch welches nun übrig bleibt muss immer wieder gereinigt werden weil sich nun alles mögliche dort verfängt. Zum Glück hat er nichts mehr zu tragen weil wir fast alle Vorräte aufgegessen haben. Und wir sind ja bald zu Hause. Beim Herrgottschnitzerhaus haben wir nun erstmals eine Aussicht auf Dreistetten, Piesting und erahnen auch Fischau. Wir sind daheim! Wir kochen uns noch alle unsere restlichen Vorräte und steigen nun mit leeren Provianttaschen über die Einhornhöhle ab. Für den Einzug in das neue Gehege der Ziegen haben wir unsere beiden Racker mit Blumen und bunten Bändern geschmückt. Sehr stolz tragen sie den Kopfschmuck. Mein Bruder und sein Hund kommen uns auch auf den letzten Metern entgegen und gemeinsam ziehen wir bei meinem Vater ein. Das Gehege ist wunderschön! Der Stall ist mit feinem Einstreu und Stroh und Leckstein versehen und hat sogar ein Schild darüber mit „Manolito & Bumbum“. Sofort nehmen unsere neugierigen Nasen ihr neues Zuhause genau unter die Lupe und sind sehr zufrieden. Bumbum zeigt uns dann auch, dass er aufs Dach kann und steht auch plötzlich ausgebüxt auf der Terrasse herum. Also wird der Zaun noch da und dort verbessert. Vielen lieben Dank Renate, Hannes und Günter für dieses tolle Winterquartier!!! Die zwei Racker sind uns sehr ans Herz gewachsen über die letzten Monate und da tut es gut zu wissen dass sie es auch nach der langen Reise schön haben werden.

Nach Kaffee und Kuchen richten wir uns im Gästezimmer ein. Die Tiere platzieren sich so, dass sie unsere Türe im Blick haben wenn wir wieder raus kommen. Bumbums Fuss wir noch einmal gereinigt und dann desinfiziert. Zum Glück ist es am letzten Tag passiert weil bis das heilt kann es  dauern. Wir werden morgen zu Fuss nach Fischau gehen und dann gibt es mal alle Photos von den letzten Wochen und den letzten Eintrag. Schnüffel.

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