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Tag 118: Dreistetten – Bad Fischau

Die letzte Nacht unserer Reise haben wir tief und fest geschlafen. Die Böcke stehen am Morgen artig hinterm Zaun mit Blick auf unsere Tür. Nach dem Frühstück wäscht Clara die Satteltaschen während Hannes und ich noch zwei Stellen am Zaun verstärken wo die Racker unter Umständen noch raus könnten. Dann packen wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg Richtung Fischau.
Die Böcke haben ihr Winterquartier in Dreistetten während wir in Wien wohnen werden. Unser Hab und Gut ist aber in Bad Fischau bei meinen Eltern zwischengelagert und nach Wien werden wir erst in den nächsten Tagen übersiedeln – nicht zu Fuß sondern mit einem Miettransporter. Unsere Reise wird also heute in Fischau enden. Nachdem wir den Garten verlassen, gleich nach der ersten Kehre, bleiben wir stehen und hören uns für 15 Minuten das herzzereissende Gemecker an, das dann aber doch immer leiser und seltener wird. Dann marschieren wir schweren Herzens weiter durch den Ort Dreistetten, an unzähligen neuen Einfamilienhäusern vorbei die sich gegenseitig an Hässlichkeit überbieten. Dann geht es über Wiesen und Felder, vorbei an Schafsherden hinauf zur Zweierwiese. Der Weg hinunter nach Fischau ist uns gut bekannt und eine sehr herbstliche Stimmung erfüllt den Wald. Wir vermissen das muntere Läuten hinter uns und halten auch instinktiv nach Eschen und Haselnuss Ausschau. Knapp 2 Stunden später sind wir dann da und nach einer ausgiebigen Dusche können wir zum ersten Mal seit langem wieder was anderes als unser Wandergewand anziehen.
Wir sind nun angekommen und haben uns einen großen Traum erfüllt!

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