Tagebuch

Tag 117: Hohe Wand – Dreistetten

Das Sofa war sehr gemütlich und auch das Frühstück üppig. Wir verabschieden uns von der Jungfamilie und wandern bergauf auf die Hohe Wand. Die Tiere haben Hunger und schlagen sich die Bäuche voll mit Eschen und Himbeersträuchern. Auf dem Gipfel, dem Plackles, finden wir traurige verlassene alte Gast- und Ferienhäuser vor, an denen die besten Jahre schon vorbei gezogen sind. Dann gehts am Hochplateau weiter entlang der Wand mit herrlicher Aussicht bis zum Neusiedlersee. Leider kommt die Sonne heute nicht hervor, aber es bleibt zumindest trocken. Unseren Bergziegen gefällt jedenfalls die Aussicht und sie wagen sich immer wieder zur Wand und schauen die steilen Felsen hinunter. Tag 117: Hohe Wand – Dreistetten weiterlesen

Tag 118: Dreistetten – Bad Fischau

Die letzte Nacht unserer Reise haben wir tief und fest geschlafen. Die Böcke stehen am Morgen artig hinterm Zaun mit Blick auf unsere Tür. Nach dem Frühstück wäscht Clara die Satteltaschen während Hannes und ich noch zwei Stellen am Zaun verstärken wo die Racker unter Umständen noch raus könnten. Dann packen wir zum letzten Mal unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg Richtung Fischau. Tag 118: Dreistetten – Bad Fischau weiterlesen

Die Flause ist Wirklichkeit geworden

Wir haben es also tatsächlich geschafft, nach 4 Monaten unterwegs – in Zürich gestartet und jetzt kurz vor Wien angekommen. Mit dieser Reise haben wir uns einen Traum verwirklicht und eine einmalige Gelegenheit in unserem Leben genutzt um dies auch tatsächlich durchziehen zu können. Und den idealen Sommer hatten wir uns auch ausgesucht, denn abgesehen von ein paar Unwettern und einigen wenigen kalten Nächten haben wir fast immer traumhaftes Wetter gehabt.

Wir danken Eveline und Dominik dass sie uns das Reisen mit Packziegen näher gebracht haben. Die zwei Racker waren eine große Bereicherung auf unserer Reise, weniger wegen den paar Kilos die sie uns von unseren Rücken genommen haben sondern viel mehr wegen der Gesellschaft dieser ruhigen, munteren und ausdauernden Tiere.

Besonders bedanken wollen wir uns auch bei allen die uns besucht und ein Stück begleitet haben und damit unseren Weg gesellig und abwechslungsreich gemacht haben:
Sebi & Corina, Lea, Ingrid & Julia, Maria & Fritz, Caro & Emine, Flo & Natasa, Ingrid & Beni, Wasti & Babs, Evy & Erich, Margit & Martin, die Stockis, Gregor, Sabine & Christoph.

Auch für die ganz besonderen Begegnungen unterwegs möchten wir uns bedanken, insbesondere bei Thorsten & Katrin, bei Heimo, bei Ulrich, bei Paolo und seiner Familie, und bei Annemarie.

Mit ruhigem Gewissen stellen wir unsere Böcke in ein Winterquartier, welches liebevoll von Hannes, Renate und Günter vorbereitet wurde, und von den ersten beiden auch betreut wird.

Vielen lieben Dank auch an all die lieben Leute die uns Kommentare und Emails geschrieben haben. Die meist aufmunternden Worte haben uns immer wieder unterstützt und motiviert. Auch all den stillen Lesern möchten wir danken, dass sie uns in ihren Gedanken begleitet haben.

DSC03112

Wir haben nun noch ein paar Wochen Zeit den Wiedereinstieg in die Zivilisation und das Arbeitsleben zu schaffen. Auch daran, dass unsere Böcke uns nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen, werden wir uns erst gewöhnen müssen. Es war eine wunderschöne Zeit, ein unglaubliches Abenteuer und die Erfüllung eines Traumes!

– Ende –